Die Stadtmusik nahm bei ihrem Jahreskonzert ihr Publikum mit auf eine Bergtour. «Mercury» (Jan van der Roost) nahm den Faden vom Götterberg Olymp auf. Der majestätische Auftakt füllte mit seinen pompösen und kräftigen Tönen den voll besetzten Saal des Parktheaters vollumfänglich aus.

Ein ganz anderes Ambiente verbreitete das nächste Stück. In Philip Sparks «Mountain Song» erzeugten die grossen Blechinstrumente Windgeräusche, wobei es zusätzlich leise zu donnern schien. In diese spannungsgeladene Stimmung traten tiefe Querflötentöne zusammen mit Glockenschlägen sanft ein. Als das restliche Orchester unter der bravourösen Leitung von Rainer Ackermann einstieg, wuchs die Musik zu ausdrucksstarken Klängen an.

Farbige Soli und Feingefühl

«Der Berg hat eine immense Symbolkraft», erklärte Musikschullehrerin Christa Vogt, die Moderatorin dieses Abends. Sie führte mit interessanten Informationen zu den musikalischen Leckerbissen durch das Programm. Dazu gab es immer auch die passende Prise Schalk. In «Declaration for Trumpet» (Stephen Bulla) spielte Sabrina Furrer ein aussergewöhnliches Solo, wobei ihre Trompete eine kurze Frage-Antwort-Sequenz mit dem Orchester führte, um danach eine Geschichte zu erzählen und vom Orchester wieder sanft untermalt zu werden. In fast allen Kompositionen gab es einzelne Passagen, in denen eine andere Instrumentengattung die Hauptrolle spielte, was die jeweiligen Musiker immer mit viel Feingefühl aufnahmen.

Fast alle wippten mit

Im zweiten Teil des Konzerts wurden ebenfalls mehrere bekannte Stücke hervorragend umgesetzt, wobei rasche und sachte Melodien einander abwechselten. Darunter die «Bohemian Rhapsody» und «Abba Gold», ein Medley mit Stücken der Popband. Die Musik riss die Zuschauer mit; viele wippten zu allen Stücken. Und nebst kräftigem Applaus wurde die Begeisterung auch mit Pfiffen und Bravo-Rufen zum Ausdruck gebracht.

Als Schlussbouquet erwartete die Zuschauer der Wiener «Tritsch Tratsch Polka» (Johann Strauss), der mit fröhlichen und spielerischen Klängen sowie einem machtvollen Schlussklang glänzte. Nach ein paar Zugaben liessen viele den Abend auf der Tanzbühne ausklingen – zur Unterhaltungsmusik von Peter Mutti.