Grenchen
«Musik findet immer einen direkten, unmittelbaren Weg ins Herz»

Grenchnerin Claudia Dahinden präsentiert ihr erstes Buch mit CD. In ihrem Buch schreibt Sie über ihre Geschichte, ihre Einsichten über das Leben und über die universelle Sprache der Musik, welche auch ohne Sprache von jedem verstanden wird.

Brigit Leuenberger
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Claudia Dahinden mit ihrem Erstlingswerk

Claudia Dahinden mit ihrem Erstlingswerk

Brigit Leuenberger

«Hast du genug von all den Königswegen zum Erfolg?» Mit diesem etwas provokativ hingeworfenen Satz werden die Leserinnen und Leser abgeholt, einen Blick in Claudia Dahinden Erstlingswerk «Hier will ich bleiben» zu werfen.

Und sie bohrt auch gleich weiter: «Sehnst du dich manchmal nach einem Ort, an dem du einfach ankommen und du selbst sein kannst?» Zwei Jahre sind vergangen, seit Claudia Dahinden eines Morgens singend an ihrem Klavier die Vision hatte, ihre Lieder vor Publikum zu präsentieren und ihre Einsichten über das Leben als Buch zu veröffentlichen.

«Gesang berührt mich selber sehr. Sogar wenn man die Sprache nicht versteht, findet die Musik immer einen direkten, unmittelbaren Weg ins Herz. Das fasziniert mich; darüber wollte ich schreiben.»

Wie man falsche Masken ablegt

Die 43-jährige Grenchnerin formuliert ihre Gedanken klar und ohne jeden Schnörkel. Sie ist in der Uhrenstadt aufgewachsen, hat zeitgenössische Geschichte, Journalismus und Staatsrecht studiert und lebt seit einigen Jahren zusammen mit ihrem Mann in einem schönen Haus wieder in Grenchen.

In ihrem Buch gibt sie Einblicke in ihr Leben und ihre eigene ernsthafte Suche nach etwas, an das sie wirklich glauben kann. Sie beschreibt die «Sackgassen des Lebens», in die sie selbst geraten ist und die den meisten Menschen nicht fremd vorkommen dürften. Sie blickt hinter die Masken, hinter denen sie Schwächen und Unzulänglichkeiten wahrgenommen hat, und zeigt auf, wie sich diese vorsichtig und schrittweise ablegen lassen.

Christlich ausgerichtet

Schnell wird klar, dass Claudia Dahindens Einsichten auf einem klar definierten, christlich ausgerichteten Glauben aufbauen. «Ich glaube an einen Schöpfer, der seine Sache gut gemacht hat, und ich sehe mich als gelungenen Teil dieser Schöpfung», beschreibt sie ihre Überzeugung.

Und weiter: «Keine noch so klare Ermutigung durch andere Menschen hätte mich je dazu gebracht, aus meinen Schneckenhaus herauszukommen und anzufangen, ich selbst zu sein.» Und dass sie aus eben jenem herausgefunden hat, steht ausser Zweifel: Davon zeugen ihr Buch und ihre CD mit den zwölf Songs, von denen sie zwei selber komponiert hat.

Keine Angst vor «frommen Truppe»

Wer aber mit der Autorin spricht oder ihre Zeilen liest, merkt rasch, dass sie ohne missionarischen Zeigefinger auskommt. Ihre eigene Suche über viele Jahre und ihr grosses Allgemeinwissen haben sie zu einem offenen Menschen gemacht, der sich selbst immer wieder hinterfragt und stets nach einer eigenständigen Lösung sucht.

«Für mich ist Gott wichtig und es ist für mich richti, darüber zu reden. Aber ich will niemanden überreden, denn ich habe es selbst nicht gerne, wenn mich jemand zu manipulieren versucht.» Vor zwanzig Jahren hätte sie niemals glauben wollen, dass die «fromme Truppe» auch nur einen «Fitzelchen Spass» haben könnte.

Eigene Werte überdenken

Doch diese Einstellung habe sich gründlich geändert: «Es gibt so viele Arten Christen, wie es Menschen gibt. Hoffentlich zeichnen sie sich aber durch diese Anzeichen aus: Zugänglichkeit, Nächstenliebe, Gelassenheit und pure Lebensfreude.» Claudia Dahindens Buch «Hier will ich bleiben», umrahmt von zwölf melodischen Liedern, die ihren Weg direkt ins Herz finden, ist daher als Einladung zu verstehen, eigene Werte und Glaubenssysteme zu überdenken und eine neue Sicht auf den christlichen Glauben zu bekommen, um seinen ureigenen Weg und sein Glück im Leben zu finden.

Claudia Dahinden präsentiert ihr Erstlingswerk, das im Eigenverlag erscheint, Freitag, 16. Mai, im Lindenhaus. Die CD-Buch-Releaseparty mit «Konzertlesung» und Apéro beginnt um 18.30 Uhr.

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