Fussball
Münsingen holt gegen Grenchen das Maximum heraus

Die Grenchner, welche nicht wie Münsingen auf einen Kunstrasen trainieren konnten und nicht in einem Trainingslager in Südspanien waren, hatte zwar mehr Ballbesitz, doch die Gäste nützten ihre wenigen Torchancen kaltblütig zum 0:2 aus.

Mike Brotschi
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Der Grenchner Kevin Schleifer (rechts) im Kampf um den Ball gegen Münsingens Patrick Grosser

Der Grenchner Kevin Schleifer (rechts) im Kampf um den Ball gegen Münsingens Patrick Grosser

Marcel Bieri

„Münsingen hat heute das Maximum herausgeholt" resümierte FCG-Captain Kellerhals nach dem Spiel vom Samstag. „Wir hingegen schafften es heute kaum, in geeignete Abschlusspositionen zu kommen." Die Gäste standen von Beginn weg sehr defensiv. Ausgerechnet Rückkehrer Veljanovski, welcher für Redzepi in der Innenverteidigung spielte, holte Lavorato praktisch beim ersten Auftauchen der Münsinger im Strafraum von den Beinen.

Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Strahm bezwang Grosjean sicher zum 0:1. Das Führungstor war auf dem klebrigen Terrain ein nicht zu unterschätzender Vorteil. In der Folge versuchte es Stauffer über die linke Seite.

Goalie behielt Nerven

Seine scharfe Hereingabe konnte der Münsinger Keeper vor Walther behändigen. Nochmals wurde es vor dem Berner Tor kurz vor dem Pausenpfiff brenzlig. Schleiffer konnte aber die Flanke von Kellerhals nicht wunschgemäss zum Abschluss bringen.

Dass es dennoch beim 0:1-Pausenstand blieb, verdankten die Grenchner ihrem Goalie. Er behielt in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte gegen den alleine vor ihm aufgetauchten Zwahlen die Nerven und parierte hervorragend. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Uhrenstädter durch Neuzuzug Fleury zu einer Einschussmöglichkeit. Der Bieler zielte von sechzehn Metern knapp über's Gehäuse.

Viel Kampfgeist

Kurz darauf legte Fleury für Stauffer auf, welcher aus 20 Metern abzog. Mit etwas Glück konnte ein Münsinger-Verteidiger den Ball noch vor der Linie blockieren (57.). Der FCG stand nun dem Ausgleich nahe. Mit viel Kampfgeist versuchte man die robust einsteigenden Berner zu bezwingen. Doch just in dieser Spielphase gelang den Gästen durch Gasser das 0:2. Der eingewechselte Sadrji kam in der 68. Minute zum Abschluss. Sein Schuss kullerte aber am leeren Tor vorbei. Wiederum steckten die Gastgeber nicht auf und Kilchenmann brachte mit Hug, welcher ein ansprechendes Comeback feierte, und Edward zwei Routiniers.

Die Grenchner riskierten nun viel, warfen alles nach vorne. Ausser einem Abschluss von Kellerhals, der in der vielbeinigen Abwehr stecken blieb und einem abgefälschten Kopfball von Hasanovic, welcher vom Pfosten zurückprallte, schaute nichts mehr heraus. „Wir haben dieses Spiel mehr als verdient gewonnen" freute sich Münsingen-Trainer Feuz. Grenchen habe trotz den Abgängen in der Winterpause immer noch sehr gute Spieler auf dem Platz gehabt. „Dass sie nach den Querelen nicht mit vollstem Selbstvertrauen spielten, hat man aber gemerkt."

Grenchen - Münsingen 0:2 (0:1)

Brühl: 200 Zuschauer - SR: Gionata.

Tore: 17. Strahm (Foulelfmeter) 0:1, 61. Gasser 0:2.

Grenchen: Grosjean; Salihi, Hasanovic, Veljanovski, Schleiffer (59. Sadrji); Fleury (72. Hug), Kellerhals, Funaro, Stauffer; Moser (72. Edward), Walther.

Münsingen: Müller; Strahm, Suter, Grosjean, Selmani; Dürig (79. Herren), Gasser (86. Kobel), Zanni, Lavorato; Mumenthaler, Battista (42. Zwahlen).

Bemerkungen: Grenchen ohne Bertelle und Peralta (verletzt). Münsingen ohne Ferreira (gesperrt), Frazier (verletzt).
90. Pfosten Hasanovic

Verwarnungen: 15. Stauffer (Foul), 40. Selmani (Foul), 70. Kellerhals, 76. Mumenthaler (Foul).