Trotz des wechselhaften Wetters - ja, es hagelte zeitweise sogar - war der Publikumsaufmarsch gross. Ob Flugplatz, Landi, Sportstrasse oder offizielle mia-Parkplätze – die Parkmöglichkeiten vor allem am Sonntag waren rar. Messeleiterin Caroline Möri war überglücklich: «Das Eröffnungswochenende war super. Es waren wahrscheinlich noch nie so viele Leute an der Messe», freute sie sich. Auch die Temperaturprobleme im Velodrome bekam man in einer Nacht-und-Nebel-Aktion doch noch in den Griff.

Rollende Planung nötig

Die mia findet dieses Jahr nicht nur erstmals im und ums neue Velodrome Suisse statt, Caroline Möri feiert auch Premiere als Messeinhaberin. Die letzten Wochen waren sehr fordernd, erklärte sie am Samstag bei der Eröffnung, da der Hallenbau noch nicht abgeschlossen ist und eine rollende Planung nötig war.

Ein grosses Merci ging an alle Sponsoren, Helfer, Aussteller, an die Familie und ihren Ehemann. Wie jedes Jahr war viel Prominenz aus Wirtschaft, Kultur und Politik anwesend. Besondere Grüsse richtete die Messechefin an die Ständeräte Roberto Zanetti, Pirmin Bischof, Hans Stöckli, an die Nationalräte Kurt Fluri, Philipp Hadorn und Walter Wobmann sowie Frau Landammann Esther Gassler. Die 25. mia startete am 25. Mai. «Diese Schnapszahl wollen wir als gutes Omen für die Zukunft nehmen», sagte Caroline Möri. Sie blickte ausserdem auf die Geschichte der Messe zurück, die von ihrem Vater Jürg Möri, gemeinsam mit Peter Traub und dem verstorbenen Hansueli Wirth gegründet wurde und dank deren Mut und Einsatz zu einem festen Teil des regionalen Veranstaltungskalenders geworden ist.

Schöne und wichtige Tradition

Die Besucherinnen und Besucher können sich an der Jubiläumsmesse auf allerlei Attraktionen und 130 Aussteller freuen. 70 000 Menschen besuchen die Ausstellung Jahr für Jahr. Frau Landammann Esther Gassler lobte die Messe. Während die mia selbst von der Ausdauer ihrer Macher zeuge, zeige das Velodrome, wie innovativ man in Grenchen sei. Darauf könne man stolz sein, erklärte Esther Gassler. «In Grenchen wird nicht nur geredet, hier wird gehandelt.»

Verständlich, dass auch der Stadtpräsident in seiner Rede das Velodrome hervorhob, als Kaderschmiede für den Radsport, aber auch als Veranstaltungsort für Vereine und verschiedene Anlässe, wie eben die mia. «Die mia ist nicht nur eine schöne und wichtige Tradition, sie ist aus Grenchen nicht mehr wegzudenken.» Boris Banga sprach ausserdem von der erfolgreichen Grenchner Wirtschaft, die sich trotz rauem Umfeld behauptet. Dieser Erfolg bedürfe auch mehrerer Voraussetzungen, wie genügend Industrieland und guten Verkehrserschliessungen. Und guter Fachkräfte, denen der Stadtpräsident eines mit auf den Weg gab: «Für eine erfolgreiche Karriere braucht es keinen Maturaabschluss.»

Velodrome-Initiant Andy Rihs lobte in seiner Rede das Engagement, denn ohne den Willen des Stadtpräsidenten und die Unterstützung der Stadt Grenchen hätte man das «einzigartige Projekt» Velodrome Suisse wohl kaum realisieren können. So weit ging sein Dank, dass er sich beim anschliessenden Rundgang durch die Ausstellung sogar mit einer Wahlkampfmütze Bangas bekleidete. Übrigens: Während Andy Rihs das Velodrome nach Grenchen brachte, brachte nun das Velodrome Andy Rihs an die mia. Denn der BMC-Financier tummelt sich dieses Jahr zum allerersten Mal an der Messe.

Attraktionen für Gross und Klein

Die mia ist nun bis zum 2. Juni geöffnet. Ausstellungen und Messenagebote locken, ein vielfältiges gastronomisches Angebot und natürlich der grosse Rummelplatz mit dem Markt. Ein attraktives Rahmenprogramm mit Livekonzerten rundet die Messe ab. Herzstück bildet die Sonderschau «BiodiverCity» mitsamt dem Landwirtschaftszelt, in der die Vielfalt der Natur auf spannende Weise verdeutlicht wird. Und das alles seit 1989 ohne Eintrittspreis. Braucht man nur noch dem Ruf von Messedirektorin Caroline Möri zu folgen: «Taucht ein in die mia-Welt.»