Grenchen

Mit dem Zwinglihaus wird ein wichtiger Treffpunkt 50

Vor 50 Jahren wurde das Zwinglihaus, der zweitgrösste Saalbau der Stadt Grenchen, eröffnet.

Die Grenchner Reformierten feierten im Rahmen des letzten Sonntagsgottesdienstes das 50-jährige Bestehen ihres Kirchgemeindehauses, «Zwinglihaus» genannt. Pfarrer Donald Hasler und Rolf Enggist, ehemaliger Kirchgemeindepräsident, blickten in einem bebilderten Vortrag zurück auf die Zeit des Neubaus.

Nach der Vollendung der Anlage der Markuskirche Bettlach begann man auch in Grenchen, den Bau eines Kirchgemeindehauses ins Auge zu fassen, mit dem Ziel, «... ein kirchliches Zentrum zu schaffen, in welchem den zersetzenden Einflüssen des Materialismus, der Vergnügungssucht und dem Zerfall von Familien und Volk entgegengewirkt wird», wie Enggist aus der Botschaft an die Kirchgemeindeversammlung vom 19. September 1963 zitierte, welche das Bauprojekt denn auch beschloss.

An die Baukosten von gut 2 Mio. Franken leistete die Ebauches SA einen Baukredit von 1 Mio. Franken. Nach einem «kleinen Architekturwettbewerb unter den vier reformierten Architekten von Grenchen» obsiegte das Projekt von Hans-Peter Bäschlin. Baubeginn war, wegen überhitzter Baukonjunktur, erst am 6. September 1965, Aufrichte Ende Juni 1966.

Am 28. Mai 1967 war Einweihung des architektonisch nicht unbedeutenden Gebäudes, dessen Erhalt mitunter auch für den Wakker-Preis der Stadt eine Rolle spielte. Mit 600 Plätzen im Saal, Büros und Sitzungszimmern spielt das Zwinglihaus für das geistliche und weltliche Leben der Stadt auch heute noch eine wichtige Rolle. Es beherbergt Grossanlässe wie die Kinderkleiderbörse oder Schulaufführungen, aber auch Aktivitäten der Kirche wie den Suppentag oder den Kochkurs für Männer. Für Vereine ist es zudem ein wichtiges Probe-/Aufführungslokal. (at.)

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