Busbetrieb Grenchen und Umgebung
Mit dem neuen Fahrplan ändert sich beim BGU so einiges

Beim Busbetrieb Grenchen und Umgebung gibt es auf den Fahrplanwechsel 2014 einige Änderungen. Wenn technisch alles klappt, werden neue Ticketautomaten und ein Fahrgast-Informationssystem installiert.

Andreas Toggweiler
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Mit dem neuen Fahrplan ändert sich beim BGU einiges.

Mit dem neuen Fahrplan ändert sich beim BGU einiges.

Hanspeter Bärtschi

An der Generalversammlung des BGU informierte Daniel Hirt, Mitglied der Geschäftsleitung des Tarifverbundes Libero, über die bevorstehende Integration des Tarifverbundes AboZigZag ins Libero-Gebiet.

Es entsteht ein Tarifverbundgebiet mit einem Umsatz von 220 Millionen Franken, der die drei Zentren Bern, Biel und Solothurn umfasst. Über den Abo- und Tageskartenverkauf war der BGU bisher in beiden Verbundgebieten aktiv.

«Neu gelten für alle Fahrausweise Zonentarife», sagte Hirt. Damit wird es möglich sein, beispielsweise von einer Bushaltestelle in Biel bis nach Grenchen Postplatz mit nur einem Fahrausweis zu fahren, oder von einer Bushaltestelle in Grenchen nach Zürich Hauptbahnhof.

Die Fahrausweise würden «tendenziell billiger»; im ZigZag-Gebiet stimmt dies allerdings nicht. Hier werden die Preise in den kommenden Jahren aufs teurere Libero-Niveau steigen.

Lieferant gewechselt

Technisch stehen für den BGU einige Änderungen bevor. So sollen bis zum Fahrplanwechsel neue Ticket-Automaten installiert werden, die mit dem Libero-Tarifsystem kompatibel sind.

Sie werden gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Biel beschafft. Laut Daniel Hirt ist dies die grösste Klippe, welche bis zum Start des neuen Zonenverbunds noch zu nehmen ist.

Denn man musste noch während des Beschaffungsverfahrens die Lieferfirma wechseln, da der ursprüngliche Lieferant die Anforderungen der Kunden nicht erfüllen konnte. Hirt: «Der Terminplan zur Inbetriebnahme der neuen Automaten ist sportlich.»

Laut BGU-Geschäftsleiter Hans-Rudolf Zumstein werden auf diesen Zeitpunkt auch elektronische Passagierinformationssysteme installiert, welche laufend über die Einhaltung des Fahrplans und über Anschlüsse informieren.

Auch beim Abbuchen der Abos gibts Änderungen. Das heutige (an sich fortschrittlichere) elektronische Entwerten muss der mechanischen Stempelkarte weichen, die aber die Norm sei, wie es hiess.

Verwaltungsratspräsident Peter Vogt konnte auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Wie budgetiert stieg der Aufwand um 6,1 Prozent oder 476 000 Fr. an, die Erträge stiegen ebenfalls um 400 000 Fr. oder 11,1 Prozent. Die Erträge aus dem Linienverkehr wuchsen um 10,3 Prozent auf 2,358 Mio. Fr.; die Leistungen der öffentlichen Hand stiegen um 9000 Fr. auf 3,764 Mio. Fr. Es wurden 1,858 Mio. Personen Passagiere transportiert (+81 000).

58 000 Fr. Rückstellungen für Verbundeinnahmen konnten gebildet werden. Wie viel der BGU dem künftigen Grossverbund abliefern muss, ist heute noch nicht klar. Laut Vogt bleiben die Beiträge während der ersten drei Jahre eingefroren.

Beim Traktandum Wahlen kam es zu verschiedenen Ablösungen im Verwaltungsrat. Boris Banga (Grenchen) und Viktor Stüdeli (Selzach) traten aus dem Gremium zurück, dem sie beide seit dem 24. Juni 1996 angehörten.

Neu gewählt wurden der Grenchner Stadtpräsident François Scheidegger und die beiden Gemeindepräsidentinnen Barbara Leibundgut (Bettlach) und Silvia Spycher (Selzach). Im Amt bestätigt wurden Hubert Bläsi (Grenchen), Franklin Cooper (Meinisberg), Fabian Schmid (Gwatt), Martin Tschumi (Ipsach), Max Wolf (Lengnau) und Peter Vogt (Bettlach, Präsident). Dieser kündigte an, dass er nach dieser dreijährigen Amtsperiode zurücktreten werde.