Akin Schertenleib ist Sängerin und Atem- und Stimmtherapeutin und Danielle Witschi freischaffende Musikerin und Pianistin. Beide Musikerinnen mit Bezug zum Kanton Solothurn lieben die Improvisation und das Experimentelle. Beide lustwandeln gerne durch den weiten Raum der Musiksparten und durch die Jahrhunderte.

In ihrem gemeinsamen Konzert «Tante Germaine» sind dies nicht weniger als vier Jahrhunderte Musikgeschichte, die sich da begegnen: Barocke Klänge prallen auf Schlager der 20er Jahre, ein spanischer Fandango stimmt auf einen schwermütigen Fado ein oder eine ironische Vertonung eines Textes von Nora Gomringer reibt sich an einem Klassiker von Erroll Garner.

Quasi als roter Faden dienen den Künstlerinnen Episoden aus Begegnungen mit der Grosstante Germaine aus Neuchâtel, die zu allen Zeiten nie das getan hat, was man eigentlich von ihr erwartete – so machen auch die beiden nie, was man erwartet und vermischen musikalische Zeiten, Stile und Formen nach Lust und Laune und blicken in ihrem «Konzert mit Ausschweifungen» ironisch augenzwinkernd auf die Gefühlswelten und Rollen der Frau, stöbern in Klischees, suchen nach Wahrem und begegnen dem Widersprüchlichen.

«Tante Germaine», ein Konzert mit Ausschweifungen, mit Akin Schertenleib (Gesang) und Danielle Witschi (Klavier und Toypiano), ist im Rahmen der Konzertreihe der Mazzini-Stiftung am Sonntag, 15. Januar, um 17 Uhr im Girardsaal Bachtelen zu hören. Freier Eintritt, Kollekte. (rrg)