Generalversammlung
Mike Rüetschli wird neuer Präsident des FC Grenchen – Verein will wieder nach oben

Die Generalversammlung des FC Grenchen 15 wählte Mike Rüetschli zum neuen Präsidenten. Mit dem Verein gehts aufwärts. Die Rechnung schliesst positiv, zudem konnten neue Sponsoren gewonnen werden.

André Weyermann
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Von links: Interimspräsident David Baumgartner, die neue Leiterin der Geschäftsstelle, Beatrice Aubry, ihre Vorgängerin Lilo Dellsperger und der neue Präsident Mike Rüetschli.

Von links: Interimspräsident David Baumgartner, die neue Leiterin der Geschäftsstelle, Beatrice Aubry, ihre Vorgängerin Lilo Dellsperger und der neue Präsident Mike Rüetschli.

André Weyermann

An der Generalversammlung des FC Grenchen 15 wurde Mike Rüetschli einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Interimspräsident David Baumgartner, der wie vorgesehen nun sein Amt übergibt, und seinem Team ist es gelungen, die Finanzen ins Lot zu bringen, und dort sollen sie auch gehalten werden. Trotz nicht gerade geglücktem Saisonstart will man auch sportlich wieder einen Schritt vorwärtsmachen.

Ein kleiner Gewinn

In Jahr eins nach der Fusion fanden an die hundert Mitglieder den Weg ins «Brühl». David Baumgartner erklärte in seinem Jahresbericht, dass das primäre Ziel, eben keine Schulden zu machen, dank einer engagierten Teamleistung erreicht werden konnte. Man sei zwar immer wieder vor das eine oder andere Problem gestellt worden, habe aber gemeinsam nach Lösungen gesucht und diese schliesslich auch gefunden, bilanzierte er.

Die Jahresrechnung schliesst denn auch mit einem kleinen Gewinn ab, und auch das Budget für das laufende Geschäftsjahr sieht einen Überschuss von 14'000 Franken vor. Das Vertrauen in den FCG 15 scheint tatsächlich wieder da zu sein, konnten doch diverse neue Sponsoren gewonnen werden (Gepard, Erdgas, Rolf Hänggi AG, Kanal Total).

Die Verantwortlichen betonten im Weiteren, dass nun auch die erste Mannschaft gefordert sei. «Wir müssen zulegen. Das sind sich auch die Spieler bewusst», erklärte Sportchef Thomas Reinhart unmissverständlich. Er forderte Leidenschaft und Herz sowie etwas weniger Egoismus. Und der neue Präsident legte nach: «Ein Traditionsverein wie der FCG 15 gehört nicht in die 2. Liga.»

Seine Vision sei es, den Verein auch sportlich wieder nach oben zu bringen. Er freute sich über die rege Beteiligung an der GV. «Ihr seid da. Das ist wichtig. Denn nur gemeinsam sind wir stark», erklärte der 35-jährige ehemalige FCG-Aktive und fügte bei, dass der Fussball ihm viel gegeben habe; nun sei es an der Zeit, etwas davon zurückzuzahlen.

200 Junioren beim FCG

Erfreuliches tut sich auch im Juniorenbereich, wie Obmann Beat Lauper verkünden konnte. Nach einer gewissen Unsicherheit im Zuge der Fusion, konnte der Grossteil der Junioren beim Verein gehalten werden. 200 Kinder und Jugendliche spielen im Moment beim FCG 15. In der Vereinigung mit Bettlach und Fulgor Grenchen, welche je 100 Spieler einbringen, sind es gar deren 400, die ihrer Passion nachgehen. Erfreulicherweise gestaltete sich auch hier die Sponsorensuche erfolgreich. Unternehmer Ernst Thomke wird die Junioren in Zukunft finanziell unterstützen.

Aus der ersten Reihe verabschieden sich schliesslich zwei treue und äusserst engagierte Akteure. Lilo Dellsperger, die als Leiterin der Geschäftsstelle gewissermassen als «letzte Mohikanerin» auch dann noch an Bord blieb, als das FCG-Schiff arg ins Trudeln geraten war, tritt aus dem Vorstand zurück. Als Nachfolgerin wurde Beatrice Aubry gewählt. Und auch Othmar Dellsperger, der als Speaker für Generationen die Stimme im Stadion darstellte, gibt sein Amt nach 37-jähriger Tätigkeit ab. Sein Nachfolger ist der in Grenchen bestens bekannte «DJ Bonsai».