Heuer war es das letzte Mal, dass die Mittelländer Ausstellung westlich des Fussballstadions durchgeführt wurde. Für die Jubiläumsausgabe 2013 soll die mia im und ums Velodrome Suisse stattfinden – «voraussichtlich», wie Messeleiterin Caroline Möri den Ausstellern, welche sie vergangene Woche darauf ansprachen, erklärte.

Erfreut zeigt sich Möri darüber, dass das «Abschiedsspiel» auf dem Wembley-Feld aus Sicht der Messeleitung erfolgreich war. Nicht nur die Sonderschau mit den Rettungstruppen kam gut an. Die meisten Aussteller sind zufrieden mit der 24. Grenchner Messe (siehe gestrige Ausgabe), wie der Blick in die ersten eingegangenen Feedbackbögen der rund 140 Aussteller zeigt. «Die Rückmeldungen sind mehrheitlich gut», sagt Möri.

Die milden, nicht zu heissen Temperaturen lockten viele Besucher an, auch wenn die Messeleiterin intuitiv insgesamt von ein paar Besuchern weniger ausgeht. Abschliessend lasse sich das noch nicht sagen, ebenso wenig, ob die Umsätze erneut gesunken sind. «Selbst eher kritische Aussteller teilen nun gute Noten aus.» Bereits stehe fest, dass die allermeisten deshalb an der 25. Ausstellung wieder dabei sein wollen. Auch ist sicher, dass man am bewährten Konzept mit Gratiseintritt, Rahmenprogramm et cetera festhalten wird.

Es gibt einiges zu tun und zu klären

Das gilt auch, wenn die mia ab nächstem Jahr weiter östlich, im und um das Velodrome Suisse stattfinden soll. Kaum sind die Zelte von 2012 abgebaut, machen sich die Organisatoren an die intensive Planung für 2013. Weil Mitorganisator Jürg Möri nach dem Konkurs der Bäckerei-Konditorei Rüegsegger kurzfristig als Lounge-Betreiber dessen Café-Standort an der mia übernommen hatte, sei man zusätzlich etwas in Verzug geraten, erklärt Caroline Möri.

Es gebe viel zu tun, denn die Mittelländer Ausstellung müsse von Grund auf neu geplant werden. Noch ist nicht definitiv, dass die mia 2013 am vorgesehenen Standort über die Bühne gehen wird, da noch keine Verträge unterzeichnet sind. «Wenn wir uns aber einig werden», sagt Caroline Möri, «kann das eine gute Sache für uns, die Stadt und das Velodrome werden».

Wie viel Miete, wie viel Platz?

Offene Fragen gibt es dennoch – etwa die nach der Infrastruktur: Die Mehrzweckhalle allein ist zu klein für die mia, deshalb müsste der neue, südliche Velodromeparkplatz für die Zelte genutzt werden. Da die Velodromebetreiber gewisse Auflagen für eine Begrünung haben sollen, könnte dieser Punkt noch zur Knacknuss werden. Im Halleninnern würden sich die mia-Leute ausserdem Strom- und Wasseranschlüsse für die Aussteller wünschen. Klar ist weiter, dass Velodrome und Parkplatz für das gesamte Rahmenprogramm mit Rummelplatz nicht reichen. Folglich müsste geprüft werden, den heutigen Allwetterplatz der Fussballer als zusätzliches Gelände zu nutzen.

Vor allem in Sachen Mietkonditionen werden mia- und Velodromebetreiber sich letztlich noch einig werden müssen. Die mia habe nie grossartige Gewinne geschrieben, man habe auch Jahre mit Verlusten erlebt, sagt Caroline Möri. Darum könne man am neuen Standort nur die bisherigen Quadratmeterpreise zahlen. Die Preise für die Aussteller und den Gratiseintritt für die Besucher sollen verständlicherweise gleich bleiben. Eigentlich sei es nun am Velodrome, Ja oder Nein zu sagen, denn der mia selbst fehlten die Voraussetzungen für Verhandlungen. «Ich gehe schon davon aus, dass es ein Ja sei wird», sagt Möri. Letztlich hoffe sie aber auch, dass es ein langfristiges Ja wird und nicht nur ein probeweises. Denn dafür würden sich der Aufwand und die Mühen nicht lohnen.