mia-Bilanz

Messeleiterin Caroline Möri: «Wenigstens können wir im Trockenen räumen»

mia-Messeleiterin Caroline Möri und ihr Mann Christof Möri im fast ausgeräumten Grenchner Zelt.

mia-Messeleiterin Caroline Möri und ihr Mann Christof Möri im fast ausgeräumten Grenchner Zelt.

Gegen die mia ist kein Kraut gewachsen. Die Messe trotzte den Tiefsttemperaturen und den unglaublichen Regenmengen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – alle wollen das nächste Mal ins Velodrome.

Messeleiterin Caroline Möri und ihr Mann Christof Möri sind müde, aber doch zufrieden. Noch liegt eine Woche mit Aufräumarbeiten vor ihnen, aber die Messe ist «überstanden».

Eine aussergewöhnliche mia, aus verschiedenen Gründen: das erste Mal am neuen Ort, im noch nicht ganz fertiggestellten Velodrome, das erste Mal mit Tiefsttemperaturen und einer unglaublichen Menge an Regen.

Und doch fällt das Fazit der Messeleiter fast durchwegs positiv aus. «Wir hatten von Ausstellerseite nicht einheitliche Rückmeldungen. Die einen sagten, weniger Besucherinnen und Besucher hätten ihren Stand besucht, als in den vorangegangenen Jahren. Andere wiederum meinten, die Besucherzahl sei grösser gewesen als früher. Aber die allermeisten waren zufrieden mit ihrem Umsatz.»

Vor allem die Aussteller im Velodrome fanden laut Caroline Möri nur positive Worte für den neuen Messeort. «Und auch diejenigen Aussteller, welche in früheren Jahren Aussenplätze belegten, waren froh um die neuen Plätze drinnen – wohl nicht zuletzt wegen des unfreundlichen Wetters», so Caroline Möri.

Jedenfalls habe sie von vielen Ausstellern die Rückmeldung erhalten, sie wollten im nächsten Jahr unbedingt einen Platz im Velodrome erhalten. Weniger glücklich seien die Betreiber des Lunaparks gewesen, «das waren wirklich die Geplagten in diesem Jahr».

«Auf gutem Kurs»

Ob sich die mia für sie als Veranstalterin gelohnt hat, kann Caroline Möri noch nicht sagen. «Zuerst müssen wir die endgültigen Zahlen erheben, auch mit der Velodrome AG abrechnen, aber ich denke, wir sind auf gutem Kurs.»

Man habe wegen der Verspätung von mehreren Wochen beim Bau des Velodrome in vielerlei Hinsicht improvisieren müssen, dies auf beiden Seiten. «Beispielsweise hatten wir ursprünglich damit gerechnet, dass die WC-Anlagen im Gebäude bereits fertiggestellt sind und das Restaurant im Velodrome in Betrieb ist. Und auch die Heizung war ein Punkt, den wir schliesslich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion lösen mussten.»

Aber die Verantwortlichen der Velodrome AG seien stets um Lösungen bemüht gewesen. Ausserplanmässig war der Dauerregen, der am Freitag sogar einen Feuerwehreinsatz nötig machte, um das Wasser aus dem Gebäude zu pumpen.

Abfallkonzept hat sich bewährt

«Ich bin vor allem froh, ist die mia ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen», sagt Caroline Möri. Und ihr Mann meint: «Den Ausstellern muss ich ein grosses Kränzchen winden: Alle haben sich an unser neues Abfall- und Recyclingkonzept gehalten.

Früher hatten wir muldenweise Abfall zu entsorgen, in diesem Jahr war es nicht einmal eine halbe Mulde.» Christof Möri, im Hintergrund für Technik und Unterhalt verantwortlich, zieht auch sonst eine positive Bilanz: «Es war eine wilde, aber bei Weitem die beste mia, die wir je hatten.»

Der Umzug ins Velodrome brachte eine quasi völlig neue Messe mit sich. «Das war zwar streng, aber wir hatten alles einigermassen gut im Griff, sogar die unerwartet grosse Menge an Wasser.»

Die Sonderschau «Biodivercity» sei eine tolle Bereicherung gewesen, welche die mia um einiges attraktiver gemacht und viele Besucher angezogen habe, so Caroline Möri. «Eine tolle Sache, durften wir zum Jubiläum eine so schöne Sonderschau beherbergen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1