«Die Herbstmesse Büren ist ein Garant für die Vielfältigkeit an gewerblichen Sparten aus unserer Region», heisst es auf dem Flyer zur diesjährigen Bürener Herbstmesse, die Ende Oktober über die Bühne geht. Rund 60 Unternehmungen stellen ihre Produkte, Spezialitäten und Dienstleistungen auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmeter vor.

Rund 2/3 der Aussteller sind «alte Bekannte», die schon vor zwei Jahren einen Stand an der Herbstmesse Büren hatten, rund ein Drittel sei neu oder mache nur alle vier oder sechs Jahre mit. 2016 werden es zwar etwas weniger Aussteller sein als vor zwei Jahren, aber 2014 sei ohnehin ein Rekordjahr in vielerlei Hinsicht gewesen, sagt Pius Leimer, Sekretär und Pressesprecher des sechsköpfigen Organisationskomitees.

Dafür gibt es aber einige Neuerungen bei der Messe, bei der noch immer freier Eintritt gilt: «Der Standplan wurde komplett neu aufgegleist. Wir verzichten auf die diagonalen Querungen zwischen den Blöcken mit den Ständen und setzen auf ein begradigtes Konzept, das die Zugänglichkeit zu den Gewerbetreibenden verbessert, wie wir hoffen.» Neu sei auch, dass für Samstag und Sonntag ein Kinderhort eingerichtet werde, der von der Spielgruppe «Grabenäscht» aus Büren betreut werde.

Wie löscht man Feuer richtig

Schon vor zwei Jahren mit von der Partie war das Ausbildungszentrum für Sicherheit Büren, das sich in erster Linie mit der Ausbildung im Bereich Brandbekämpfung beschäftigt. An der Herbstmesse zeigen Fachleute des Ausbildungszentrums das richtige Verhalten bei Brand, den korrekten Umgang mit verschiedenen Feuerlöschsystemen, je nachdem, um was für einen Brand es sich handelt. Das Publikum darf selbstverständlich auch Fragen stellen oder hat die Gelegenheit, selber zu versuchen, einen Brand zu löschen.

Auch im Bereich Sicherheit operiert die Kantonspolizei Bern, an deren Stand man mit den Beamten ins Gespräch kommen kann, ohne gleich den offiziellen Weg gehen zu müssen. Die Polizei informiert rund um die Themen Velodiebstahl, Einbruch, Dämmerungseinbrüche und anderes.

Im Aussenbereich wird schon vor dem Start der eigentlichen Herbstmesse die AquaExpo aufgebaut, eine Wanderausstellung rund ums Thema Wasser des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs. Organisiert wird die Ausstellung durch die Energieversorgung Büren AG. «Eine interessante Ausstellung, insbesondere für Schulklassen, die sich mit den verschiedenen Aspekten von Wasser beschäftigen wollen, einer wichtigen Ressource, zu der man Sorge tragen muss», sagt Pius Leimer.

Auf die Frage, weshalb die Herbstmesse Büren im Gegensatz zu anderen Messen – Stichwort mia, Bielermesse – es alle zwei Jahre schafft, eine so grosse Anzahl an regionalen Ausstellern auf den Plan zu rufen, sagt Leimer: «Genau das ist sicher ein Argument für KMUs, dass die Messe nur alle zwei Jahre stattfindet. Die Belastung wäre zu gross bei einer jährlichen Durchführung.»

Und Daniel Reusser, Kassier der Herbstmesse, ergänzt: «Auch beim Preis sind wir attraktiv. Denn die Aussteller können sich aktiv beteiligen. Sie tragen also zum Gelingen bei, indem sie einen Teil der Infrastruktur selber beisteuern, ihren Stand beispielsweise mitbringen und nicht mieten müssen. Ausserdem ist der Gewerbeverein, der die Herbstmesse organisiert, nicht an einem Gewinn interessiert. Man muss einfach nur rauskommen.» Das OK verstehe sich in erster Linie als Dienstleister, so Leimer. «Es ist uns wichtig, dass die Aussteller sich wohlfühlen, denn unsere Motivation ist es, etwas für Büren und diese Region zu tun.»

Die Festwirtschaft wird übrigens wieder von Bigler Fleischwaren betrieben, allerdings übernehmen jetzt die Jungen Joel, Nicola und Leonie das Ruder. Während die Messe jeweils um 22 Uhr schliesst, kann man bei Biglers bis spät sitzen bleiben und es gemütlich haben.

Die Herbstmesse wird am Donnerstag, 27. Oktober, um 17 Uhr in Anwesenheit der Solothurner Regierungsrätin Esther Gassler und des bernischen Regierungsrates Christoph Neuhaus sowie Vertretern der Gemeinde Büren, der umliegenden Gemeinden und Vertretern der Berner KMU eröffnet.