Grenchenberg-Lauf

Martina Strähl siegt nach dreimonatiger Berglauf-Pause

Der Startnummer alle Ehre gemacht: Tagessiegerin Martina Strähl beim Zieleinlauf.

Der Startnummer alle Ehre gemacht: Tagessiegerin Martina Strähl beim Zieleinlauf.

Die Oekingerin Martina Strähl und Martin von Känel aus Langendorf liefen auf der 12 Kilometer langen Strecke der Konkurrenz davon und siegten am 13. Grenchenberg-Lauf.

Martina Strähl – die Oekingerin lief letztes Jahr neuen Streckenrekord – meldete sich am Mittwoch wegen ihrer Fersenprobleme ab. Nach erneuter Beratung gab Physiotherapeutin Laila Heimsch der zweifachen Berglauf-Europameisterin 2009 und 2011 am Freitagnachmittag doch grünes Licht, den Grenchenberg-Lauf als Belastungstest zu bestreiten. «Ich ging mit ihr den Deal ein, sobald ich das Geringste spüre, gebe ich auf», erklärte Strähl.

Sie hielt die zwölf Kilometer mit 800 Metern Höhendifferenz durch. «Ich spürte wirklich keine Schmerzen, lediglich ein leichtes Ziehen im linken Fuss», sagte die Psychologiestudentin. «Es kommt jetzt auf die nächsten Tage an, wie es sich entwickelt», fügte die Tagessiegerin an. Sie sei das Rennen locker angegangen, nicht extrem schnell, habe ihr Tempo gesucht und gefunden und nicht gedrückt, erzählte Strähl. «Es ist ein schönes Gefühl, nach dieser dreimonatigen Pause ohne Berglauf-Training wieder zu laufen», war die 25-Jährige sehr zufrieden.

Nach einer Stunde, einer Minute und 52 Sekunden blieb Strähl übrigens Tagesrang 13, ihr vierter Erfolg nach 2006, 2007 und 2011 am Grenchenberg. Karin Jaun (Därligen) distanzierte sie um 137 Sekunden.

Umkämpfter Männer-Lauf

«Im Flachstück vor dem Wäsmeli überholte mich Martina Strähl», sagte der beste Solothurner Lukas Walter. «Abwärts bin ich an ihr dran geblieben und versuchte, das Tempo zu halten», war der in Langendorf wohnende Spiko-Präsident des FC Bellach von seinem 16. Männer-Schlussrang überrascht. Der 34-jährige Ingenieur verlor nur gerade 31 Sekunden und vier Plätze auf Strähl.

Überrascht vom Tagessieg war auch Waffenlauf-Spezialist Martin von Känel (Reichenbach). Der Berner Oberländer trug sich schon 2003 in die Grenchenberg-Siegerliste ein. Am Start unterstrich der Vorjahres-Zweite Andi Herzig (Liestal) vorerst seine Favoritenrolle. Beim Cadotsch-Stein nach vier Kilometern führte der Baselbieter mit rund einer Minute Vorsprung auf von Känel, Stefan Meinzer (Uster), Stephan Holzer (Lausen) und Markus Bigler (Schlosswil). Bis Wäsmeli nach siebeneinhalb Kilometern war das Verfolger-Quartett zu Herzig aufgerückt.

Die Ziellinie passierte der 30-Jährige jedoch erst als Dritter. «Vier Kilometer vor dem Ziel übernahm ich die Führung, ich habe im richtigen Moment angegriffen, denn Herzig hatte Mühe an den Steigungen», sagte der 15 Jahre ältere von Känel. Eine unangenehme Situation – «kurz zuvor verschluckte ich eine Mücke, musste anhalten und mich übergeben» – hinderte den Postangestellten nicht, Bigler und Herzig auf Distanz zu halten.

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