Der neue Präsident des FC Grenchen 15 heisst Giovanni Eterno. Er wurde an der sehr gut besuchten Generalversammlung am Montagabend einstimmig gewählt. Der Wechsel an der Spitze des Vereins ist keine Überraschung, nachdem der scheidende Präsident Marcel Bolliger klar signalisiert hatte, dass er diese Charge lediglich ein Jahr auszufüllen gedenke.

Er wird dem Vorstand als Leiter Betrieb und Marketing erhalten bleiben. In seinem Jahresbericht konnte Marcel Bolliger auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, in welchem nicht nur die erste Mannschaft den Aufstieg realisierte, sondern der Verein an sich einen äusserst positiven Eindruck hinterliess und für dies auch geehrt wurde (wir berichteten). «Es herrscht wieder Ruhe im FCG 15, die unumgänglichen Diskussionen werden mit Anstand geführt», resümierte er. Zudem sei die Zusammenarbeit mit der Stadt als wichtigstem Partner fruchtbar. Ein Kunstrasen soll bereits in der Investitionsrechnung 2020 budgetiert werden. Zudem stellte er in Aussicht, dass am nächsten Uhrencup wieder Spiele in Grenchen stattfinden könnten.

Zugpferd auf und neben dem Spielfeld

Sichtlich gerührt lauschte er den lobenden Worten von Ehrenpräsident Christian Schlup, einem langjährigen Weggefährten, der ihn als Zugpferd auf und neben dem Fussballfeld bezeichnete: «Marcel ist immer da gewesen, wenn es ihn brauchte, zuerst bei Wacker und nun beim FCG 15, selbstverständlich auch bei der Fusion. Dazu hat er manch einem, der in Not geraten ist, geholfen.»

Giovanni Eterno, ein selbstständiger Personalberater und ehemaliger FCG-Junior, dankte für das Vertrauen und bezeichnete sein Engagement als «Herzensangelegenheit.» «Wir haben eine positive Energie im ganzen Verein. Ich bin überzeugt, dass sich dies auch in positiven Resultaten neiderschlagen wird.»

Mirko Recchiuti, Trainer und Sportchef in Personalunion, liess noch einmal die Saison Revue passieren, in welcher man nicht nur erfolgreich gespielt habe, sondern den Verein auch würdig gegen aussen vertreten habe. «Nun ist eine andere Saison mit vielen neuen, jungen Spielern. Wir sind zwar gut gestartet, es gilt jetzt aber, weiter hart zu arbeiten.» Als absoluten Aufsteller bezeichnete er die stimmungsvolle Kulisse am ersten Heimspiel: «Die Zuschauer haben uns immens geholfen.»

Trotz Aufstieg bleibt das Budget gleich

Auch die Zahlen beim FCG 15 stimmen. Finanzchef Michael Reiff konnte einen Gewinn von 17'000 Franken vermelden. Das Eigenkapital steigt somit auf 67'400 Franken. Der FCG 15 bleibt seiner Strategie der Vernunft treu. Trotz Aufstieg ist der Etat für die erste Mannschaft mit 140'000 Franken unverändert. Für das neue Geschäftsjahr rechnet man mit einer roten Null (minus 8000 Franken) bei einem Gesamtaufwand von knapp 470'000 Franken.
Juniorenobmann Beat Lauper orientierte, dass im Moment 220 Junioren und Kinder beim FCG 15 spielen. Natürlich werde man versuchen, sportlich das Beste herauszuholen. Wichtig sei es aber auch, regelkonform aufzutreten, das gelte für die Spieler wie die Zuschauer und das direkte Umfeld (Staff, Eltern).

Zurückgetreten aus dem Vorstand ist Daniel Emch. Dem Bucheggberger wurde für seine Verdienste herzlich gedankt. Die Geschicke des FCG 15 leiten nun: Giovanni Eterno, Marcel Bolliger, Beatrice Aubry (Geschäftsstelle), Lilo Dellsperger (Geschäftsstelle), Beat Lauper und Michael Reiff. Vakant ist der Posten des Vizepräsidenten.