Grenchen

Lief die Wahl des Gesamtschulleiters korrekt ab? - Empörte SP reicht Strafanzeige ein

Läuft ein dubioses Spiel bei der Suche nach dem neuen Gesamtschulleiter?

Läuft ein dubioses Spiel bei der Suche nach dem neuen Gesamtschulleiter?

Die Grenchner Schulleiter-Wahlposse zieht immer weitere Kreise: Die SP hat bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht.

Die Grenchner SP hat bei der Solothurner Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht.

Sie reagiert damit auf die Berichterstattung über Ungereimtheiten im Vorfeld der Wahl eines neuen Gesamtschulleiters, die der Gemeinderat morgen Dienstag vornehmen soll.

Personalgeschäfte der Stadtverwaltung seien «bis zum Abschluss geheim», schreiben die beiden SP-Vertreter Remo Bill und Clivia Wullimann in der Anzeige.

Die SP stört sich daran, dass die städtische Personalchefin Esther Müller-Cernoch gegenüber der Presse Auskunft gegeben habe und auch anderweitig Interna über das Geschäft publik geworden seien. «Wir sind empört über diese wiederholten Amtsgeheimnisverletzungen.»

Diese Zeitung hatte vergangene Woche publik gemacht, dass bei der Wahl des Gesamtschulleiters das Stellenprofil während des Verfahrens angepasst werden musste.

Am Ende blieb offenbar nur noch FDP-Gemeinderat Hubert Bläsi als Kandidat übrig, obwohl das Kandidatenfeld nachträglich extra nochmals geöffnet worden war.

Der Wahlausschuss selbst wiederum besteht aus Gemeinderäten, langjährigen Bekannten von Bläsi.

Zudem sollen sich die Grenchner Schulleitungen in einem Brief gegen die Kandidatur ausgesprochen haben.

Morgen Dienstag entscheidet der Gemeinderat, ob er Bläsi wählt oder nochmals eine Ausschreibung der Stelle vornimmt. (lfh)

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