Grenchner Fussball

Letzte Runde für Kunstrasenplätze: Das «Wembley» wird kunstgrün

In diesen Tagen wird der Kunstrasen auf dem «Wembley» westlich des Stadions Brühl verlegt, der Bau der neuen Fussballplätze geht in die letzte Runde.

Die Arbeiten an den zwei neuen Kunstrasenfeldern auf dem Wembley westlich des Stadions Brühl schreiten planmässig voran, wie Janick Büschlen, Bauleiter bei der mit der Planung beauftragten Firma Frutiger AG Analysa aus Gümligen, erklärt. Nach dem Verlegen der Tragschicht, in die das Drainage-System zur Entwässerung eingebaut wurde, trug man auf beiden Feldern die sogenannte Feinplanie auf – eine wasserdurchlässige Schicht aus sehr feinem Kiesgemisch. Darauf wurde mit einer speziellen Maschine, vergleichbar einer Teermaschine, wie sie im Strassenbau verwendet wird, nur um einiges kleiner, die Elastikschicht aufgetragen.

Sie ist 25 Millimeter dick, besteht aus einem Gummigranulat und ist ebenfalls wasserdurchlässig. Die Wasserdurchlässigkeit wurde übrigens auf dem ganzen Gelände überprüft. Denn das Wasser soll schliesslich nicht auf oder unter dem Rasen liegen bleiben, sondern über die Drainage in den 20 000 Liter fassenden Tank, der im südlichen Teil im Boden versenkt wurde, abfliessen und anschliessend wieder für die Bewässerung der Spielfelder verwendet werden. Der Kunstrasen muss bewässert werden, um die sportfunktionellen Eigenschaften zu verbessern.

Den Kunstrasen, der in Form grosser, eingepackter Rollen geliefert wurde, haben die Mitarbeiter der beauftragten Firma nun Rolle um Rolle ausgepackt und auf dem Feld ausgerollt. Auf der ersten Bahn, die verlegt wurde, ist gut die Aussenlinie des Spielfelds zu sehen, die schon fix in die Bahn eingearbeitet wurde. Die einzelnen Bahnen werden auf der ganzen Länge ineinander verwoben, zu diesem Zweck werden sie nach dem Ausrollen an den richtigen Platz gezogen. Alles muss haargenau stimmen.

Die Linien für die Junioren-Trainingsfelder werden nicht etwa mit Kreide aufgebracht, wie bei einem normalen Rasen oder eingefärbt, wie man ja auch vermuten könnte, sondern sie wer-
den in die bestehende Bahn eingearbeitet. Zu diesem Zweck schneidet man die Teile heraus, wo die Linien hinkommen, und setzt neuen, weissen Rasen ein. So bleiben die Linien erhalten.

Solange es beim Auftragen nur nicht regnet

Auf dem nördlichen Feld, das mit den Massen 100 x 64 Meter für Challenge-League-Spiele zugelassen ist, wird der Kunstrasen noch diese Woche fertig verlegt. Auf dem kleineren Trainingsfeld im Süden (60 x 45 Meter) wird man heute oder morgen fertig mit dem Auftragen der Elastikschicht, die sich dann noch etwas setzen muss.

Auf die Frage, ob der für Ende Woche angekündigte Regen die Arbeiten ins Stocken geraten lasse, meinte Büschlen: «Beim Auftragen der Elastikschicht wäre Regen schlecht. Aber sobald der Boden gefestigt ist, spielt das keine Rolle mehr. Im Gegenteil, es wäre sogar hilfreich, würde es Ende Woche regnen. Dann verbindet sich die elastische Schicht noch besser.» Nur Kälte sei problematisch, aber damit sei ja momentan nicht zu rechnen.

Rund um das ganze Gelände wurden die Pfosten für den Zaun bereits einbetoniert, und Mitarbeiter der Tiefbaufirma Erne verlegen die kleinen Betonplatten entlang der Spielfelder und des Zauns. Der Zaunbauer wird den Zaun in den nächsten Wochen montieren.

Nächste Woche werden die zehn Lichtmasten angeliefert. Sie sollen dann in der ersten Novemberwoche mit einem Helikopter gesetzt werden. Was dann noch fehlt, Spielerbänke, Goals und Eckfahnen, das werde später noch montiert.

Mit der Eröffnung der neuen Kunstrasenfelder ist gemäss Büschlen in der Kalenderwoche 47 oder 48 zu rechnen.

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