Während der letzten Tage war im Lindenhaus viel Musik und Schweiss angesagt: 31 Kinder ab Jahrgang 2002 und jünger erlernten bei den drei Tanzlehrerinnen Nadine Kügerl, Rosie Gentile und Graziella Rodrigues alias Grace – neue Bewegungsformen und sogar ganze Choreografien wurden einstudiert. Verschiedene Tanzstile aus dem Hip-Hop wurden vorgestellt und unterrichtet, auch Breakdance. Der Unterricht fand in drei Gruppen statt, die altersgemäss aufgeteilt waren.

«In den JouJoux Dance Camps lernen die Kids die Freude und den Umgang mit der Bewegung. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, die Kids lernen in der Gruppe Choreografien, improvisieren und stärken so ihr Selbstvertrauen. Sie werden ermutigt, frei zu tanzen und ihre Gefühle durch Bewegungen auszudrücken. Dabei werden nicht nur Körper- und Musikgefühl geschult, sondern auch das Selbstbewusstsein, die Sozialkompetenz und die kindliche Experimentierfreude gefördert.» So die Informationen auf der Homepage von MS Sports zu den Dance Camps. Die Organisation bietet ausser den Dance Camps auch noch diverse Sport Camps und Lager an, die während den Ferien überall in der Schweiz stattfinden.

Die «Wiederholungstäter»

Etwa die Hälfte der Kinder war schon beim letzten Dance Camp vor einem Jahr mit dabei. Sie beherrschen die «moves» schon ganz gut und haben mächtigen Spass. Andere, wie die 7-jährige Tamina, sind zum ersten Mal dabei. Auch sie habe grosse Freude daran, etwas zu lernen, sagt sie.

Tanzlehrerin Nadine Kügerl baut die Choreografie Stück für Stück auf. Sie zeigt den Kindern jeden Schritt und jede Bewegung zuerst langsam. Die Kinder machen sofort mit, werden schneller, dann wird das Ganze mit Musik geübt. Stück für Stück wird so zusammengehängt, bis eine ganze Choreografie entsteht.

JouJoux Dance Camp in Grenchen: Nadine und Grace bringen den Kids Hip Hop näher

JouJoux Dance Camp in Grenchen: Nadine und Grace bringen den Kids Hip Hop näher

Dass nicht alle gleich zu Beginn die ganze Choreo fehlerfrei tanzen können, spielt keine Rolle. Hauptsache, die Freude an der Bewegung ist da – und ohnehin ist ein wichtiger Teil des Unterrichts das Improvisieren: «Überlegt euch jetzt eine Pose, die ihr genau bei diesem Teil der Musik macht. Euch nicht mehr bewegt, bis es weitergeht», so die junge Tanzlehrerin zu ihren Schülerinnen und Schülern. Einige der Mädchen machen den Spagat, die Jungs werfen sich in coole Posen.

«Coole vibes und moves»

Im Untergeschoss, der Disco, sind die etwas Älteren in Aktion. Grace aus Italien, sie spricht englisch, zeigt den Jugendlichen Hip-Hop-Schritte und Bewegungen, die ständig wiederholt werden, dazu hämmern mitreissende Hip- Hop-Sounds aus den Boxen. Dass es nicht wie bei anderen Tanzstilen um Grazie, Eleganz oder Präzision geht, ist offensichtlich. Hier ist Coolness gefragt, das Spüren der Musik und sich dazu bewegen. Erfreulich: Rund ein Drittel der Kinder sind Jungs, die genauso Spass haben wie die Mädchen.

Zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Nachmittag wurde in den vergangenen drei Tagen an den Choreografien gearbeitet, neue Schritte und Moves erlernt. Am Mittag hat das Team des Lindenhauses jeweils für alle Mittagessen gekocht, danach stand eine Stunde zur Verfügung, in der die Kinder spielen konnten oder man gemeinsam etwas unternahm. Am Dienstag beispielsweise schaute man sich gemeinsam einen Film an, am Mittwoch stand ein Lottomatch auf dem Programm.

Heute nun findet am Nachmittag die grosse Schlussvorstellung statt, in der die Kinder ihren Eltern und Geschwistern zeigen, was sie im Dance Camp gelernt haben.

Schlussvorstellung Donnerstag, 13. April um 15.15 Uhr im Lindenhaus.