Lesung in Grenchen
Kurze und kurzweilige Episoden im Erstlingswerk von Therese «Thesi» Frei

Thesi Frei, bekannt als Gründerin der Wohngemeinschaft Jabahe, hat ein Buch geschrieben mit berührenden Geschichten aus ihrem Leben. Am Mittwoch liest sie daraus im Parktheater vor.

André Weyermann
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2015 erhielt Therese Frei den Anerkennungspreis der Stadt Grenchen.

2015 erhielt Therese Frei den Anerkennungspreis der Stadt Grenchen.

zvg

Auf Einladung der Literarischen Gesellschaft liest Thesi Frei am kommenden Mittwoch, 29. Juni im Parktheater (19.30) aus ihrem Anekdotenband «Antonius hat einen Kaugummibart» und stellt sich den Fragen von Amira Hafner al Jabaji.

Thesi Frei, ehemalige Lehrerin und Gründerin der Wohngemeinschaft Jabahe für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung, legt mit «Antonius hat einen Kaugummibart» ihren Erstling vor.

In kurzen und kurzweiligen, meist in sich abgeschlossenen Anekdoten erzählt Thesi Frei aus ihrer Kindheit im solothurnischen, abgelegenen Bezirk Thal während der Nachkriegszeit. Es gelingt ihr, die einfachen, ärmlichen Verhältnisse ihrer Familie zu schildern, ohne sie je bedauernswert zu finden.

Die Leser lernen ein meist fröhliches, zufriedenes Mädchen kennen. Thesi Frei beschreibt die damals katholisch konservative Einstellung der Leute im Thal aus einer kindlichen Perspektive, bringt das Wesentliche auf den Punkt, ohne abschliessend zu werten.

Ihre Geschichten sind berührend, voll von feinem Humor, geben viel Persönliches preis, ohne es voyeuristisch zur Schau zu stellen. Eintritt frei. Kollekte.