«Seid stolz auf unser Dorf», forderte Gemeindepräsident Max Wolf die 85 (2,6 Prozent) der Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung in der Aula Schulhaus Dorf auf. In Lengnau laufe sehr viel. Auch wenn für einmal an der Versammlung ausser dem Budget keine Millionenbeträge traktandiert und keine Einsprachen hängig seien. Lengnau wurde Energiestadt und der Wärmeverbund gemeinsam mit der Burgergemeinde wird nachträglich per 1. August 2018 gegründet.

Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden des kürzlich verstorbenen Karl Renfer. Er diente unter anderem während Jahrzehnten als Stimmenzähler an der Gemeindeversammlung. «Kaum einer hat sich mehr für das Wohl und die Belange des Dorfes eingesetzt. Man konnte immer auf seine Hilfe zählen. Seit Jahren stellte er auch das 1.-August-Feuer auf», sagte Max Wolf.

Weder das Budget 2019 noch die Änderung des Personalreglementes lieferten Diskussionsstoff. Der allgemeine Haushalt ist mit einem Verlust von 233 420 Franken budgetiert, gebührenfinanziert ein Einnahmenüberschuss von 1,2 Millionen Franken. Die Entwicklung der Steuererträge der natürlichen Personen bliebe trotz mehr Einwohnern gleich, wurde orientiert.

Hohe Investitionen

Im Finanzplan sind Investitionen von total 41 Millionen Franken geplant. Ein Teil davon muss fremdfinanziert werden. Ungewohnt, denn Schulden hatte Lengnau seit Jahren keine mehr. Das Personalreglement wird in Abweichung zum neuen kantonalen Reglement so angepasst, dass Lengnau keine Abgangsentschädigungen bei Pensionierungen vor dem AHV-Alter vorsieht, jedoch kann eine kostenneutrale Überbrückungsrente gesprochen werden.

Lengnau hat mit 572 Kindern und 60 Lehrpersonen die grösste Schule im Kreis 12, was ab Januar eine Unterstützung des Schulleiters bedingt. Im Sommer 2019 wird eine dritte 2. Klasse eröffnet werden müssen. Die Planung für dringend nötigen neuen Schulraum in den alten Turnhallen ist angelaufen.