Lengnau
Restaurants hoffen auf die Zeit nach dem Lockdown - die Unsicherheit bleibt

Mit Take-Away halten sich die einen Restaurants in Lengnau knapp über Wasser, die anderen hoffen auf die Zeit nach dem Lockdown zum Neu eröffnen

Margrit Renfer
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Das Ricks will nach dem Lockdown wieder öffnen.

Das Ricks will nach dem Lockdown wieder öffnen.

Margrit Renfer

„Es ist bald nirgends mehr möglich, im Dorf „normal“ „zu essen“, war in Lengnau schon vor dem Lockdown gelegentlich zu hören. Ein Grund, in der Beizenszene genauer hinzuschauen. Das Resultat zeigt ein differenziertes Bild. Resignation kontrastiert gegenüber Hoffnung.

„Der Adler ist Innen ein Bijou, neu und nicht mehr zu erkennen. Wir haben das ganze Gebäude samt Küche, Haustechnik und Gästezimmer kernsaniert“ sagt Eigentümer Sandro Ravasio von R&F Immobilien, Deitingen, die er mit seiner Frau Nathalie führt. Mit dem Angebot von klassischer italienischer Küche sollte der Adler bereits Ende 2020 neu eröffnet werden. Jetzt klappt es hoffentlich in 2-3 Wochen, notfalls mit Take-Away.

Der "Adler" wurde umgebaut.

Der "Adler" wurde umgebaut.

Margrit Renfer

Das italienisch-stämmige Wirtepaar Mario Gioele Londino kommt aus dem Tessin nach Lengnau, um näher bei der in der Umgebung wohnenden Familie zu sein. Sandro Ravasio sieht in seinem Pächterpaar viel Potential für das Gedeihen des Hauses mit Tradition, um den Adler wieder zum Fliegen zu bringen.

"Es geht im Ricks normal weiter"

Schweizerisch-Italienisch soll das Angebot im Rick’s werden, so denn der Lockdown eine Wiederöffnung mit einer unternehmungsfreudigen Wirtin nicht verunmöglicht. Das Ricks gehört neu Atli Ziberi aus Grenchen. Der ehemalige Bärenwirt will unterstützend da sein. Er sei mit Lengnau  verbunden. „Es geht im Rick‘s normal weiter“ ist Ziberi überzeugt.

Normal wollen auch die Geschwister Margrit Lüthi und Walter Wagner den seit 1943 von der Familie geführten Hirschen baldmöglichst wieder öffnen. Sie zehrten im Moment von den Reserven. Take-Away würde sich für ihr Angebot kaum rentieren, heisst es. Für die Angestellten haben sie Kurzarbeit angemeldet, mit hundertprozentigem Lohn vom verantwortungsvollen Arbeitgeber. Als Pensionierte wollen die Hirschen-Eigentümer nicht klagen, doch fehlten Einnahmen für die weiter laufenden Kosten. Fehlen würden ihr auch die Gäste, sagt die beliebte Gastgeberin Margrit Lüthi. Und ans Nichts-Tun wollten sie sich noch nicht gewöhnen.

Hohe Materialkosten durch Take away

Im Pizza-Center summieren sich die Material-Kosten für den Take-Away, die Gebühren der Oneline-Plattform oder das Benzin für den Lieferservice. Immerhin komme etwas Geld herein ist zu vernehmen. Schwierig ist, dass keine Mietreduktion möglich sei, sagt Edris Mahir.  Es fehle das Geld fürs Private. Trotzdem arbeitet er lieber etwas, als zu Hause nur herumzustudieren. Edris Mahir freut sich über jede Bestellung, die direkt telefonisch hereinkommt.

Take-Away als Notlösung bieten auch das Thai Restaurant Naifan und die Pizzeria Laguna an. Es gehe eher schlecht als recht, lautet die Auskunft. Das Restaurant Bären konnte nicht angesprochen werden.

Für alle Restaurants gemeinsam gilt – sie hoffen auf das Ende des Lockdowns und dass möglichst viele Kunden dann das vermisste auswärts Essen gerne nachholen.

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