Hohe Steuernachzahlungen juristischer Personen und hohe Anschlussgebühren an die Werke ergeben das sehr gute Resultat der Rechnung 2018. Keine Diskussion gab es unter den 66 Stimmberechtigten an der Lengnauer Gemeindeversammlung zum Rechnungsabschluss und der Einlage von 1,7 Millionen Franken in die finanzpolitische Reserve. Kein Wunder; bei einem Überschuss von 4,3 Millionen Franken bei Ausgaben von 32,3 Millionen Franken.

Ein Riesenloch

Zudem verlangte auch niemand das Wort zur Kreditabrechnung für das erste Projekt der Sporthalle. Knapp 1,3 Millionen Franken – davon allein 100'000 Franken für Anwalts-, Gerichtskosten und Parteienentschädigung – wurden gebraucht, ohne dass der Bagger aufgefahren wäre. Doch jetzt geht es voran. Kein Wassereinbruch stoppte den nun fertigen Aushub, der Blick auf das Riesenloch mit Kiesbett ist frei. Sogar der gerüchtehalber vergrabene Zirkuslöwe war nicht zu finden, orientierte Finanz- und Liegenschaftsvorsteher Frank Huber. Kredit- und terminmässig sei man auf Kurs. Dies ebenfalls mit dem Dreifachkindergarten, in den man auf das Schuljahr 2020 hin einziehen möchte.

Im Jahr 2018 wurde für 2,5 Millionen Franken investiert, wobei einzelne Investitionen unter 75'000 Franken der Erfolgsrechnung direkt belastet werden. Angesichts der vielen Baustellen mit Turnhalle, Kindergärten, Heizzentrale und Wärmeleitung und dem neuen Kredit für die Sanierung Grausteinweg – unterer Eggen betragen die Investitionen im 2019 an die 20 Millionen Franken.

Massiv mehr Schüler

Gute Finanzen sind in Lengnau das eine, die grosse Bautätigkeit und die Veränderung in der Wohnbevölkerung vor allem für die Schule das andere. «Vor 8 Jahren habe ich das Amt als Schulvorsteher mit 400 Schülern übernommen, jetzt sind es 650 Kinder» sagte Schulvorsteher Thomas Hübscher auf das Votum eines unzufriedenen Vaters. Und weiter: Ein Wandel habe stattgefunden, die heterogene Zusammensetzung der Schülerschaft sei eine Herkulesaufgabe für die Schule. Dazu komme die andere Lohnstruktur der Lehrpersonen im nahen Kanton Solothurn. Besorgte Eltern sollten doch direkt beim Schulleitungsteam oder bei ihm persönlich das Gespräch suchen.

Zur Petition Kreuzung Moos-Schiblistrasse wurde informiert, dass der Gemeinderat nach wie vor der Ansicht sei, dass der motorisierte Verkehr aus den Quartieren hinaus auf die Staatsstrasse gehöre. Die grosse Zunahme von Arbeitsplätzen im Industriequartier würde die Situation verschärfen. Zudem gelte es die Eltern zu motivieren, die Kinder zu Fuss auf dem Schulweg zu begleiten oder selber gehen zu lassen.