Im Rahmen des aktuellen Sparpakets zur Sanierung der Grenchner Finanzen hat die Gemeinderatskommission unter anderem die Schliessung beziehungsweise den Verkauf des Ferienheimes Prägelz vorgeschlagen. Der Gemeinderat schreckte vor diesem Schritt zurück, beauftragte aber die Verwaltung, Schritte zur besseren Kostendeckung zu prüfen, um diese «utima ratio» zu vermeiden.

Im Rahmen der Diskussionen im Gemeinderat wurden Aussagen gemacht und Zahlen genannt, welche die Schulverwaltung Grenchen nicht unwidersprochen lassen will. «Die Auslastung des Ferienheimes durch Grenchner Schulen und Vereine ist keineswegs rückläufig.

Die Besucherzahlen liegen auch 2107 im Durchschnitt der letzten 12 Jahre», erklärt Maya Karlen, die als Leiterin der Grenchner Schulverwaltung auch das Schulheim Prägelz zu ihren Verantwortlichkeiten zählt. «Es stimmt auch nicht, dass die Auslastung bei 30 Prozent liegt. Sie liegt ebenfalls im Mehrjahresdurchschnitt und beläuft sich 2017 auf rund 60 Prozent.»

Benutzerzahlen sind stabil

«Offenbar kursieren hinsichtlich des Schulheims falsche Zahlen, die korrigiert werden müssen», meint Karlen nach einem Blick in die Statistik, welche seit 2005 stabile Benutzerzahlen ausweise. 2005 wurden 18 Schulklassenlager von Grenchner Schulklassen durchgeführt, 2015 waren es 15 Lager mit Teilnehmenden aus ebenfalls 18 Klassen.

Dazu kommen 8 auswärtige Schulklassen. 2005 waren dies insgesamt 24 Klassenlager, 2017 sind es 23 Klassenlager. In Zahlen ausgedrückt seien das durchschnittlich 700 Personen pro Jahr, die das Ferienheim benutzen (Grenchner Schulen, andere Schulen, Vereine und Privatpersonen).

Allerdings gibt es saisonale Schwankungen: «Die Sommerwochen könnten mehrfach vermietet werden. Die Wochen im Winter sind sehr schwer zu vermieten, da Prägelz keine Winterdestination ist», erklärt Karlen.

Es wird vermarktet

Es würden bereits heute laufend Anstrengungen unternommen, um die Auslastung zu verbessern. Das Ferienhaus werde in zwei Lagerführen vorgestellt und die Lehrpersonen würden periodisch auf freie Wochen aufmerksam gemacht. Auch würden andere Schulen aus dem Kanton Solothurn mit den Unterlagen bedient.

«Das Ferienheim, ein Geschenk des früheren Gemeindeammanns, verfügt bei Grenchner Einwohnern über viel Goodwill», ist Karlen überzeugt. «Wenn nun der Eindruck entsteht, dass es sich dabei sowieso um ein serbelndes Angebot handelt, unterstützt man das Verkaufsvorhaben vielleicht. Aber mit den falschen Argumenten», meint die Leiterin der Schulverwaltung.