Vereinspräsident Andreas Kummer und der Gesamtleiter des Sonderpädagogischen Zentrums, Karl Diethelm, konnten auf ein intensives, arbeitsreiches Vereinsjahr zurückblicken. Die verschiedenen Reformbestreben im Schulwesen gehen auch am Bachtelen nicht spurlos vorbei. So standen oder stehen noch drei Leistungsvereinbarungen auf dem Prüfstand. Laut Karl Diethelm müsse es darum gehen, noch vermehrt Synergien zu erzielen. Bereits abgeschlossen ist die Vereinbarung mit dem Amt für Volksschule und Kindergarten im Frühbereich.

Mit dem gleichen Amt wird zudem die Vereinbarung für den gesamten Sonderschulbereich ausgehandelt. «Aus der Optik unserer Institution ist vor allem zentral, dass die umfassende Betreuung mit den drei Standbeinen schulische Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Therapie/Systemarbeit gesichert werden kann, denn wir sind überzeugt, dass wir nur so den vielschichtigen, komplexen Schwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen gerecht werden können», erklärte dazu Karl Diethelm.

Schliesslich wird auch die Leistungsvereinbarung betreffend der beiden Lehrlingsfoyers neu ausgehandelt. Hier bestehen positive Signale, dass das Bachtelen in Zukunft vermehrt im Sinne eines Coachings die in den Foyers betreuten Jugendlichen auch beim Übergang von der Berufsausbildung in den Berufsalltag begleiten kann. Dies würde auch Sinn machen. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz belegt nämlich eindrücklich, dass das sonderpädagogische Zentrum gerade auch in diesem Bereich äusserst erfolgreich arbeitet. So beginnen 87 Prozent der Jugendlichen mit Abschluss im Bachtelen eine Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. 74 Prozent hatten im Alter von 24 Jahren eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen und sorgten selbstständig für ihren Lebensunterhalt, im Alter von 28 Jahren waren es gar deren 84 Prozent. Diese Zahlen liegen deutlich über jenen in den Regelschulen.

Sparpaket kommt schlecht an

Angesichts der anstehenden, komplexen Aufgaben geisselte Vereinspräsident Andreas Kummer das vom Regierungsrat aufgegleiste Sparpaket. «Man muss auch die Folgekosten beachten. Andere Kantone rudern in dieser Hinsicht bereits zurück. Aber offenbar will der Kanton Solothurn selber negative Erfahrungen machen, «äusserte er sich dazu dezidiert.

Im Bereich Infrastruktur sticht der Neubau von Küche und Personalrestaurant hervor. «Eine gesunde Küche ist für uns alle wichtig» freute sich Karl Diethelm über den Entscheid des Vorstandes, einen Wettbewerb auszuschreiben. Fünf Architekturbüros wurden angefragt. Schliesslich erkor eine Jury, bestehend aus Fachleuten und engagierten Laien, das Projekt «Kapla» (Büro Branger) zum Sieger. Im Spätherbst soll der Spatenstich erfolgen. Es wird mit Kosten von drei Millionen Franken gerechnet, welche dank des gut geäufneten Baufonds bestritten werden können.