Flugplatz Grenchen
Leichtflugzeug legt Bruchlandung hin – Pilot verletzt

Am Samstagnachmittag kurz vor 15 Uhr ist beim Flughafen Grenchen ein Leichtflugzeug beim Landeanflug abgestürzt. Es kam 50 Meter südlich des Pistenendes im Feld zu liegen. Der Pilot wurde beim Crash verletzt und musste hospitalisiert werden.

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Der Unfallort: südlich der Piste beim Flugplatz Grenchen
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Flugzeugabsturz in Grenchen - Pilot verletzt
Das Flugzeug wird untersucht
Das Flugzeug landete südlich der Piste im Feld.
Der Pilot, der einzige Passagier, wurde verletzt ins Spital gebracht.
Im Einsatz standen Feuerwehr, Ambulanz und mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Solothurn.

Der Unfallort: südlich der Piste beim Flugplatz Grenchen

Oliver Menge

Das Flugzeug nährte sich von Osten her im Landeanflug. Nach ersten Erkenntnissen setzte der Pilot im letzten Moment aus ungeklärten Gründen zu einer scharfen Kehrtwende an. Dabei schmierte die Maschine etwa 50 Meter südlich der Piste auf eine Feld und blieb stark beschädigt auf der Seite liegen.

Gemäss einem Augenzeuge habe der Pilot zu einem Touch-and-Go-Manöver angesetzt, bei dem das Flugzeug zunächst die Piste berührt und anschliessend durchstartet. Er habe noch eine Person aus dem Wrack steigen sehen, die aber danach auf dem Feld liegen blieb, meinte der Mann, der öfters am östlichen Pistenende Flugzeuge beobachtet.

Wie Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, auf Anfrage sagt, sei der Pilot beim Absturz verletzt worden. «Er wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.» Der Mann sei alleine an Bord gewesen. Es handelt sich um einen 43-jährigen, im Mittelland wohnhaften Luxemburger.

Keine Windböe

Erste Berichte gingen davon aus, dass das Flugzeug von einer Böe erfasst wurde. Die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt des Absturzes lassen diese Ursache laut Flughafen-Direktor Ernest Oggier, der den Unfall bedauerte, aber so gut wie ausschliessen.

Feuerwehr, Rettungsdienst, das Büro für Flugunfalluntersuchungen und Kantonspolizei waren nach dem Absturz vor Ort, ebenso die Solothurner Staatsanwaltschaft. Das Amt für Umwelt untersuchte den Absturzort wegen des ausgelaufenen Treibstoffs, auch war der Landwirt, dem der Boden gehört, anwesend, um sich den Schaden anzusehen. Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Grenchen musste nach dem Unfall für rund eine halbe Stunde eingestellt werden. Die Feuerwehr Grenchen transportierte das Flugzeugwrack später zu den Hangars, wo weitere Untersuchungen folgen werden. (ato/ldu/cze/om)