Büren an der Aare
Ländtefescht und Dampftag, zwei zugkräftige Nummern

Das Ländtefescht bietet nebst tollem Ambiente und guter Stimmung in den vielen Bars und Pubs auch kulinarische Köstlichkeiten und liess den Weg vorbei am «Il Grano» zur Fast-Food- Meile werden. Als Attraktion lockte der Samstag mit dem Dampftag.

Kaspar Haupt
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Dampftag am Samstag, Fahrt mit dem Lokomobil
17 Bilder
Aussicht auf die Kirche von Rüti vom Dampfschiff aus
Ländtefescht in Büren
Hoch hinaus an der Kletterwand
Mit Dampf betriebene Miniaturlokomotiven
Unentwegt zog die Minilok ihre Kreise
Auch eine Dampfsäge war im Betrieb
Das Ländtifest beim Einnachten
Hochbetrieb an den nostalgischen Dampfbahnpendelfahrten vom Aarestedtli nach Rüti
Von der Schiene aufs Wasser
Im riesigen Angebot von Kulinarischen hatte man die Qual der Wahl
Auch auf Holzbänken der 3. Klasse in der Eisenbahn lässt sich gut ein Schwätzchen halten.
Der Lädtiquai glich manchmal einer Foodmeile in der Grossstadt im Stossverkehr
Die Kaffeestube ein Ort der Ruhe am Ländtifescht
Von der Schine auf dem Wasser
Dampfmaschine und Sägewerk
Das Riesen-Ungetüm, die Dampfwalze

Dampftag am Samstag, Fahrt mit dem Lokomobil

Kaspar Haupt

Als klar wurde, dass Roger Federer am Freitagabend bei Olympia den Final erreicht hatte, war Olympia nicht mehr das Einzige, was Gefallen fand, sondern in Büren an der Aare wurde das Ländtefescht seiner Tradition gerecht, und wie ein Magnet zog es junge und ältere Leute an. Wie Rolf Wälti vom OK betonte, habe man durch gute Vorarbeit wieder die Bürener Vereine wie Gastwirte zum Mitmachen bewegen können, wie auch die Musikgesellschaft Arch Leuzigen, die erstmals am Ländtefescht dabei war.

Auch das Wetter machte den Veranstaltern keinen Strich durch die Rechnung. Grillzelt, Food-Affairs, Raclettstube, Thaigarten, Fischstube, Köstlichkeiten aus den Il Grano, dazu die verschiedenen Bars mit musikalischer Unterhaltung, liessen die Ländte zu einer richtigen Food-Meile werden. Die Besucher hatten die Wahl der Qual: ob in der Shot Bar des Handballclubs oder in die Glockenbar des Turnvereins, der Fussballklub lockte mit Fischspezialitäten, während der Badmintonclub Grilladen anbot.

Wer es ruhig und gemütlich mochte, war in der Kaffeestube des gemischten Chores bestens aufgehoben. Natürlich gab es auch Unterhaltsames für die ganz Jungen, die etwas Grösseren versuchten sich an der Kletterwand. Musikalische Unterhaltung gabs in den Pubs und Bars.

Der Samstag war Dampftag

Integriert ins Ländtefescht wurde am Samstag der Dampftag. Dampf-Nostalgie pur war am Bahngelände angesagt. Die fauchende schwarz glänzende Lokomotive mit ihrem Rollmaterial erinnerte die älteren Semester an die Zeiten, als die Eisenbahn noch nicht so komfortabel ausgerüstet war wie heute, und die Waggons noch Holzbänke hatten. Im Halbstundentakt hiess es: Einsteigen und Mitfahren bei den beliebten Pendelfahrten von Büren nach Rüti und zurück. Diese Zugfahrt mit der Dampflok ward für manch kleinen Knirps auch zum Erlebnis.

Der Dampftag machte seinem Namen alle Ehre, denn zu bewundern gabs vieles: ein riesiges Dampfsägewerk bei der Arbeit, oder die Dampfwalze, ein riesiges Ungeheuer dass sich mit Pfeifen seinen Weg bahnte. Oder die niedlichen Lokomobils, die dampfgetrieben ihre Runde mit staunenden Kindern als Passagiere drehten. Und auch das gab es schon früher: eine Spielzeugeisenbahn mit Miniaturlokis. Allerdings bräuchte es schon gehörig Platz, eine solche Bahn zu Hause aufzubauen.

Doch Dampf gabs nicht nur an Land, sondern auch auf der Aare. Denn mit dem Dampfschiff «Jura» konnte man gemütlich der Ländte entlang schippern und vom Wasser aus das Treiben an Land bestaunen.