Schmelzi

Kunst aus dem Wohnheim

Berit Ducommun, Leiterin der Wohngemeinschaft Schmelzi, und Klient Luigi – mit seiner selbst hergestellten Tiffany-Laterne – geben einen Vorgeschmack auf die Ausstellung vom 3. Dezember.

Berit Ducommun, Leiterin der Wohngemeinschaft Schmelzi, und Klient Luigi – mit seiner selbst hergestellten Tiffany-Laterne – geben einen Vorgeschmack auf die Ausstellung vom 3. Dezember.

Die Wohngemeinschaft Schmelzi lädt im Rahmen ihres Nachbarschaftsprojekts am 3. Dezember zu einer Kunst-Ausstellung ein.

Seit 20 Jahren kümmert sich die Stiftung Schmelzi um die Wiedereingliederung von Menschen mit psychosozialen Einschränkungen. Das Jubiläum feiert die Institution unter dem Motto «Ein Jahr gemeinsam feiern im Grossen und im Kleinen». Ein Höhepunkt war der jährlich stattfindende Schmelzi-Flohmi, der Anfang September mit einem grossen Rahmenprogramm über die Bühne ging.

Akzente gesetzt hat die Stiftung Schmelzi ausserdem mit verschiedenen Kulinarik-Events und mit Anlässen zur Nachbarschaftspflege, die jede Wohngemeinschaft individuell organisiert hat. Die Wohngemeinschaft Schmelzi hat nach einem enttäuschenden ersten Teil ihres Nachbarschaftsprojekts – ihrer Einladung zu einem Lottomatch ist kaum jemand gefolgt – jetzt eine Ausstellung lanciert, zu der nicht nur die unmittelbaren Nachbarn eingeladen sind, sondern alle Interessierten aus Grenchen und der Umgebung.

«Die Bewohnerinnen und Bewohner der WG Schmelzi zeigen in einer Ausstellung am 3. Dezember Kunstwerke, die sie selber hergestellt haben», sagt Berit Ducommun, Leiterin der Wohngemeinschaft Schmelzi. Teile davon sind in der Tagesstruktur entstanden, andere in der Freizeit. So zum Beispiel die wunderschöne Laterne im Tiffany-Look von Klient Luigi. «Der gelernte Schreiner hat farbige Glasmosaikelemente in eine Holzumrandung integriert und darin eine elektrische Lampe eingebaut, die die Glaselemente schön zum Leuchten bringen.

Luigi freut sich auf die Ausstellung. «Damit die Leute sehen, dass wir nicht nur den ganzen Tag herumhängen, sondern aktiv sind und schöne Sachen herstellen», erklärt er. An dem Projekt ebenfalls beteiligt ist Klient S.W. Für seine aufwendig hergestellten Kratzbilder kratzt er auf einer speziell beschichteten Kartonvorlage mithilfe eines Messers aufgedruckte Bilder frei.

Ein Teil der Künstlerinnen und Künstler wird an der Ausstellung vor Ort sein und freut sich auf das Gespräch mit der Bevölkerung. «Es gibt Kaffee und Kuchen», ergänzt Berit Ducommun, «und auf Wunsch werden wir auch eine Führung durch das Wohnheim machen oder Fragen zum Stiftungsalltag beantworten.» – Ganz im Sinne der Nachbarschaftsprojekte, bei denen es darum geht, einander zuzuhören und mehr von jenen Menschen zu sehen, die man oft viel zu schnell schubladisiert.

Die Vernissage zur Ausstellung findet tags zuvor am 2. Dezember statt. Und zwar im Rahmen des letzten Kulinarik-Events, dem Gala-Dinner im Advent mit fünf Gängen, zu dem man sich auf jubi@schmelzi.ch anmelden kann.

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