Stiftungsratspräsident Lukas Walter ist mit dem vergangenen Jahr zufrieden. Rund ein Fünftel der Besucher waren Kinder und Jugendliche. Die kommende grosse Ausstellung beschäftigt sich mit dem Tunnelbau. Das Museum sucht dringend weitere Geldgeber.

2627 Personen besuchten 2014 das Kultur-Historische Museum Grenchen, wie die Institution in einer Medienmitteilung schreibt. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um
20 Prozent. Damit konnte der rückläufige Besuchertrend von 2013 teilweise aufgefangen werden. Rund ein Fünftel der Besucher sind Kinder und Jugendliche. Das Museum mauserte sich auch als ein beliebter Ort für Familien.

Die Familienveranstaltungen seien fast immer sehr gut besucht. Seit vergangenem Herbst bietet das Museum Kindergeburtstage an. Zum Thema Ritter und Römer können die kleinen Gäste mit ihren Freunden einen unterhaltsamen und lehrreichen Nachmittag verbringen. Das Angebot stosse auf grosses Interesse, heisst es.

Gefragte Uhrenpatrons

Die Sonderausstellung zur Nachkriegsarchitektur bot interessante Einblicke in die bestehenden modernen Baudenkmäler. Allerdings blieben hier die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Die Sonderausstellung zu den Uhrenpatrons dagegen stösst beim Publikum auf grösseres Interesse. Dies belegen die Zahlen seit dem Start der Ausstellung im Oktober. Auf grosses Interesse stossen auch die Szenenspiele zum Uhrenarbeiter Adolf Gschwind mit dem Schauspieler Tom Muster. Die Gastauftritte von Büren und Leuzigen im Museum seien ebenfalls sehr positiv aufgenommen worden, heisst es in einer Mitteilung.

Finanziell am Anschlag

«Aus finanziellen Gründen haben wir die kleinen Sonderausstellungen auf Gastauftritte reduziert», erklärt Lukas Walter, Präsident der Stiftung Museum Grenchen. «Wir sind mit unseren personellen und finanziellen Ressourcen in den vergangenen Jahren an unsere Grenzen gestossen. Stiftung und Museum freuen sich deshalb sehr über zusätzliche finanzielle Zuwendungen.»

100 Jahre Grenchenbergtunnel

«Unsere nächste grosse Sonderausstellung befasst sich mit dem Bau des Grenchenbergtunnels», bestätigt Luks Walter. «Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Musée du Tour in Moutier. Es wird auch die erste Ausstellung sein, die komplett zweisprachig ist.» Neben einer Ausstellung im Verkehrsbereich plant das Museum auch einen Rundgang mit Plakaten entlang der Eisenbahnstrecke. Weiter ist eine Publikation geplant, welche von den Partnern in Moutier umgesetzt wird.

Es wird auch wieder Gastauftritte geben und die Gartengestaltung wird im Wesentlichen abgeschlossen.

Das Museum ist nach den Feiertagen ab dem 7. Januar wieder geöffnet.