Konzert
Inspirierende Klänge des Jugend-Symphonieorchesters

Das Regionale Jugend-Symphonierchester Solothurn (rjso) hat im Grenchner Parktheater die Sinfonia Soletta uraufgeführt und das Publikum auch mit dem weiteren Konzertprogramm begeistert.

Andreas Toggweiler
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Das Regionale Jugendsymphonieorchester Solothurn, verstärkt durch das Orchester der Kantonsschule, spielte am Samstag im Parktheater.

Das Regionale Jugendsymphonieorchester Solothurn, verstärkt durch das Orchester der Kantonsschule, spielte am Samstag im Parktheater.

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Eigentlich wollte man das Auftragswerk des Komponisten Andreas Nick schon 2020 spielen, hatte das Orchester doch die Komposition zu seinem 5-Jahr-Jubiläum bestellt. Doch die Pandemie kam dazwischen. Nun war es am Samstagabend im Grenchner Parktheater soweit.

Das rhythmisch anspruchsvolle Werk habe einiges an Probenarbeit abverlangt, wie es an der Premiere hiess. Die Komposition habe aber den jugendlichen Musikerinnen und Musikern neue Klang- und Rhythmuswelten erschlossen. Die Aufführung unter der Leitung von Ruwen Kronenberg gelang und zeigte, dass das «rjso» auch für die bisweilen sperrige zeitgenössische Musik bestens gewappnet ist.

Klangvielfalt aufgezeigt

Belohnt wurde das Publikum mit einer Brandung von Klangteppichen, welche die Klangvielfalt und dynamischen Möglichkeiten eines grossen Symphonieorchesters auf spektakuläre Weise aufzeigte. Das Orchester aus talentierten Schülerinnen und Schülern der regionalen Musikschulen tat sich für dieses Konzert mit dem Orchester der Kantonsschule Solothurn zusammen.

Das weitere Programm widmete sich der leichteren Muse mit einem Musical-Querschnitt des US-Filmkomponisten Richard Rogers, der Romance aus dem 2. Violinkonzert von Henryk Wieniawski mit Michelle Probst als Solistin sowie einigen Stücken von George Gershwin aus Porgy & Bess. Ruwen Kronenberg und Patrick Kappeler wechselten sich am Taktstock ab.

Fulminantes Finale

Zur Hochform liefen die jungen Musikantinnen und Musikanten am Schluss auf mit dem Stück Danzon No.2 des mexikanischen Komponisten Arturo Marquez. Der Klangkörper erreichte hinsichtlich Homogenität, rhythmischer Trittsicherheit und Dynamik ein für Musikschülerinnen und Schüler bemerkenswertes Level. Das Jugendsymphonieorchester wurde denn auch mit einem begeisterten Applaus verabschiedet und spielte zum Schluss nochmals einen Ausschnitt aus dem fulminanten Marquez-Stück.

Mit herzlichem Applaus verabschiedet wurde auch Ueli Steiner, Projektleiter seit den Anfängen des rjso 2016. Er übergibt diese Aufgabe jetzt seinem Nachfolger Christoph Studer.

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