Kommentar
SVP profitiert von der Konstellation

Die Grenchner Wählerinnen und Wähler machen die SVP zur stärksten Partei.

Andreas Toggweiler
Andreas Toggweiler
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Blick vom Centro-Hochhaus über Grenchen.

Blick vom Centro-Hochhaus über Grenchen.

Kaspar Haupt

Während in Solothurn die grünliberale Welle rollt, ist es in Grenchen die SVP, welche die Wählerinnen und Wähler rockt. Die Volkspartei ist in der Stadt in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt stärker geworden. So stark, dass aus dem einst «roten» Grenchen schon fast eine SVP-Hochburg erwachsen ist.

Der Volkspartei kam an diesem Wochenende auch die Konstellation zu Gute. Mit einer Wahllokomotive Richard Aschberger, der dank seinem Regierungsratswahlkampf sogar den Stadtpräsidenten um 743 Stimmen übertrumpfte, konnte da nicht mehr allzu viel schiefgehen. Diesmal war es nicht die SP, welche den Preis zahlte, sondern die FDP, indem sie auch diesmal wieder eine Listenverbindung mit der SVP eingegangen ist

Die SP ist trotz einem weiteren markanten Wählerschwund ohne Sitzverlust über die Runden gekommen. Sie wird weiter eine wichtige Rolle in der Stadt spielen. Insbesondere, falls es der SVP jetzt in den Sinn kommen sollte, Anspruch auf das Stadtpräsidium zu erheben.

Ernüchternd ist das Abschneiden des Grünen und Grünliberalen Lagers in Grenchen. Keinem der beiden gelang ein Exploit. Die politische Grosswetterlage hätte da anderes erwarten lassen.