So wird er unter anderem eine schweizerische Tagung der städtischen Polizeichefs organisieren sowie den Rapport vom 26. Februar.

Der langjährige Kommandant der Stadtpolizei verabschiedete und bedankte sich bei seinem Korps und hielt anhand einiger Fotos kurz Rückblick auf seine Tätigkeit in Grenchen, die am 1. Oktober 1989 begann, als Gerber, damals 36jährig, als stv. Polizeikommandant angestellt wurde.

Die Bilder zeigten Gerber mit dem damals üblichen steifen Polizeihut oder als diskreten Bodyguard anlässlich des Staatsbesuchs von Lech Walesa zusammen mit Otto Stich und Nicolas G. Hayek. «Ich hatte einen sehr vielfältigen und interessanten Job», blickte Gerber zurück. Zuletzt war er als Chef Bereitschaftsdienste auch für Feuerwehr, Rettungsdienst und Zivilschutz zuständig.

«Erfolgsmodell»

Als kleines Polizeikorps müsse man seiner Zeit immer etwas voraus sein, meinte Gerber im Hinblick auf die 2010 umgesetzte enge Kooperation von Stadt- und Kantonspolizei, welche seither als Musterbeispiel für eine funktionierende Zusammenarbeit gehandelt wird. «Ich bin stolz darauf, dass das Erfolgsmodell auch etwas meine Handschrift trägt», sagte Gerber.

Die Polizei geniesse in Grenchen das Vertrauen von Politik und Bevölkerung und sei «eigentlich immer zuständig, bis der wirklich Zuständige gefunden ist.»

«Dieselbe Sprache»

Im Januar wird der Gemeinderat Gerbers Nachfolger wählen. Interimsmässig übernimmt bis zu dessen Amtsantritt der Vizekommandant, Hugo Kohler, das Kommando. Der erfahrene Polizist (er arbeitet seit 1981 für die Stapo) lobte Gerber ebenfalls als «Chef mit hoher Sozialkompetenz». «Die beiden reden dieselbe Sprache», sagte Stadtpräsident François Scheidegger und zeigte sich hinsichtlich des Interregnums zuversichtlich.

Mit dem Abtreten von Robert Gerber, dem amtsältesten Chefbeamten, gehe in Grenchen eine Ära zu Ende. Eine Ära, welch das städtische Polizeikorps auf Augenhöhe zur Kantonspolizei gebracht habe. «Darauf darfst Du stolz sein», sagte er zu Gerber. Dieser konnte aus den Händen von Michael Herzog, Chef Verkehrspolizei, ein Souvenir in Form einer Verkehrstafel entgegennehmen, die von allen Korpsangehörigen signiert wurde.