Das Kleintheater Grenchen dürfe auf eine erfolgreiche vergangene Saison zurückblicken, sagt Marisa Thöni, Präsidentin des Vereins Kleintheater Grenchen. «Insbesondere die Sonntagsvorstellungen, die wir neu eingeführt haben, kamen beim Publikum gut an.» Die Besucherzahlen sowie die Zahl der Abonnenten seien stabil geblieben, so Thöni. «Wir konnten die Kosten decken und wie im vergangenen Jahr die Rückstellungen fürs Jubiläumsfest tätigen.»

Aufgrund der Einsparungen beim Beitrag der Stadt Grenchen – schon für die vergangene Saison war der Betrag um 2000 Franken auf 16'000 Franken gekürzt worden – habe man auf eine Produktion verzichten müssen. Das werde man auch in der kommenden Saison so halten, sagt die Präsidentin. «Mit dem Städtischen Betrag können wir in etwa gerade die Künstlergagen decken, die in der letzten Zeit auch spürbar gestiegen sind, wie wir feststellen mussten.» Das Angebot an vergleichbaren Bühnen und die Nachfrage seien gestiegen und infolgedessen auch der Konkurrenzdruck. «Wir wollen aber auf keinen Fall anfangen, die Künstler zu ‹drücken›, denn auch diese können nicht einfach nur von Luft leben.»

Abwechslungsreiches Programm

Nach dem Jubiläumsfest, mit dem die Saison eigentlich eröffnet wird, startet das ordentliche Programm am 2. November mit «Veri», einem Ü-50er, der seine Chancen am Arbeitsmarkt abklären muss, also ob «er den Sprung von Wählscheibe und Telefonkabine zu Industrie 4.0 und virtual reality noch schafft oder nicht», wie es im Programm heisst. Nicht immer politisch korrekt, aber witzig und träf. Das Duo Luna-Tic, das am 17. November auftritt, unterhält mit leisen und lauten Chansons voller Herz und Schmerz.

Am 8. Dezember kommen mit «liederlich – das Schweizer Liedermacherfestival» unter anderem alte Bekannte nach Grenchen. Seit 2012 geht immer eine Handvoll Liedermacher zusammen auf Tournee. Reto Zeller war bereits Gast im Kleintheater Grenchen und präsentiert zusammen mit Fabian Lau und Res Wepfer ein erfrischendes Abendprogramm.

Nach der Winterpause gibt Wortakrobatin Patti Basler am 25. Januar «Frontalunterricht». Unverblümt und direkt nimmt die Künstlerin kein Blatt vor den Mund. Sie wird dabei vom Musiker Philippe Kuhn begleitet. Am 24. Februar zeigt das «Cargo-Theater» den «Grossen Coup», ein Krimistück für Kartonschachteln in Comic-Manier. Garantiert nichts für schwache Nerven. Schönholzer und Rüdisüli schliesslich besingen zum Saisonabschluss am 30. März das menschliche Scheitern mit Schalk und subtilen Tönen.