Kleintheater Grenchen
Die Saison startet mit einem Knüller

Nachdem die letzte Saison beinahe gänzlich ausgefallen ist, sollte es im Kleintheater dank Covid-Zertifikatspflicht am Freitag, dem 24. September, wieder losgehen.

André Weyermann
Drucken
Teilen
Sabine Frei (links) und Riccarda Kummer freuen sich auf die neue Saison.

Sabine Frei (links) und Riccarda Kummer freuen sich auf die neue Saison.

André Weyermann

Mit Künstlern, denen ursprünglich abgesagt werden musste, und dank persönlicher Kontakte sowie der Online-Börse konnte ein abwechslungsreiches Programm mit alten Bekannten und neuen Entdeckungen zusammengestellt werden. Sabine Hofer und Riccarda Kummer vom Kleintheater-Vorstand sind jedenfalls von der Qualität überzeugt und «plangen» schon auf die acht Vorstellungen. Riccarda Kummer freut sich dabei besonders auf die Einheimische Claudia Dahinden und Auszüge aus ihrem Débutroman die «Uhrmacherin». Sie wird zusammen mit Ferruccio Cainero in einer Mischung aus Lesung und Erzähltheater unter dem Titel «Es isch Zyt» (19. März 2022) den Saisonabschluss bestreiten. Sabine Hofers Favorit ist das Puppentheater Fleisch und Pappe (12. November 2021), welches für mächtigen Wirbel sorgen wird.

Den Auftakt macht jedoch mit Simon Chen ein vielbegabter Künstler, der in Grenchen auch schon überzeugt hat. Diesmal tritt er mit dem Katastrophenkabarett «Ausserordentliche Lage» vors Publikum, indem er die philosophische Frage stellt, ob Menschen überhaupt imstande sind, menschengemachte Probleme zu lösen.

«D.I.S.C.O. Samschtig Nacht und Fieber» heisst es am 30. Oktober mit Studer und Stampfli. Ein Retro-Abend? Nicht ganz: Die beiden Künstler werden sie ganz schön überraschen. Mit Michel Gammenthaler steht ein bekanntes Gesicht der Szene am 4. Dezember auf der Bühne im Schulhaus IV. «Blöff» heisst sein Programm: Komik, verblüffendes Schwindeln und zündende Pointen sind angesagt. Das neue Jahr beginnt mit der schon traditionellen Sonntagsvorstellung (9. Januar, 17.00 Uhr). Die Zuschauenden verreisen zusammen mit Bea von Malchus in «Yankee Jodel!» in die Schweizer Alpen, wobei ein gewisser Mark Twain mit von der Partie ist. Das wird heiter werden. Am 21. Januar verzaubert Judith Bach das Kleintheater. Diesmal als «Claire alleene – aus lauter Lebenslust». Mit ihrer frechen Schnauze, ihrer Stimme und ihrem burschikosen Charme wird sie auch ohne ihre Stammpartnerin Stéfanie Lang vom Duo Luna-Tic für viel Heiterkeit sorgen. Am 5. März wird die hochdekorierte Uta Köbernick (Deutscher Kleinkunstpreis, Salzburger Stier) mit «Ich bin noch nicht fertig» beweisen, wieso sie in diesem Genre so hoch gehandelt wird.

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20.15 Uhr (ausser am Sonntag). Türöffnung ist um 19.30 Uhr. Bitte Zertifikat und Ausweis nicht vergessen. Sabine Frei und Riccarda Kummer empfehlen übrigens die Bestellung via Website www.kleintheatergrenchen.ch. Man sichert sich so nicht nur vorzeitig einen Platz, sondern kann diesen auch gleich aussuchen.

Aktuelle Nachrichten