Vor den barocken Altären strahlten Kerzen, der Sigrist zog am Seil, um die Glocke erklingen zu lassen. Dann traten die Musiker auf und bezauberten zuerst mit Händels Sonate in G-Dur. Matthias Höfs hat das Stück, das eigentlich für die Flöte geschrieben wurde, arrangiert und brillierte im Solopart mit seiner Piccolo-Trompete. Seine Begleiter, Anke Dill an der Violine, Stefan Fehlandt (Viola) und Gustav Rivinius (Cello) machten das Werk dank des gepflegten Zusammenspiels zum Kunstwerk.

Der Cellist intonierte eine Allemande aus einer Cello-Suite von Johann Sebastian Bach makellos. Bratschist und Geigerin glänzten in ihrer Interpretation in einem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart. Und immer wieder setzte Matthias Höfs Glanzpunkte. Beeindruckend, wie scheinbar mühelos er von Oktave zu Oktave wechselte, seine Klangsicherheit bei weiten Tonsprüngen bewies. Die anspruchsvollen Triller erklangen ohne Fehl und Tadel. Grossen Applaus erhielten die Musiker beispielsweise im äusserst dynamischen Presto des Streichquartetts Nr. 7 in Es-Dur von Mozart, wo Streicher und Trompeter Meisterleistungen boten.

Spätnachmittägliche Sonnenstrahlen erhellten den Konzertraum und inspirierten Solisten wie Publikum. Dankbar genoss dieses die Zugabe eines Ohrwurms von Bach: «Jesu meine Freude».