Sammelaktion
Kiwanis-Club Grenchen sammelt Geld gegen Tetanus

Der Kiwanis-Club Grenchen sammelt gezielt Geld gegen die Infektionskrankheit Tetanus. Die Grenchner sind dabei aber nur ein winziges Teil eines grossen Ganzen.

Patrick Furrer
Merken
Drucken
Teilen
Für Mütter soll genügend Impfstoff zur Verfügung stehen. Damit werden auch die ungeborenen Babys geschützt.

Für Mütter soll genügend Impfstoff zur Verfügung stehen. Damit werden auch die ungeborenen Babys geschützt.

Keystone

Weltweit sammeln die Kinderhilfsorganisationen Unicef und Kiwanis Geld gegen die tödliche Infektionskrankheit Tetanus. Bis 2015 sollen ambitionierte 110 Mio. US-Dollar zusammenkommen. Damit könnten gemäss Angaben der Organisation 130 Mio. Mütter zum Schutze ihrer ungeborenen Babys mit genügend Impfstoff weltweit bedient werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verzeichnete im Jahr 2010 fast 11000 Fälle des Wundstarrkrampfes, 25 bis 30 Prozent enden in der Regel tödlich. Alle neun Minuten stirbt ein Neugeborenes an einer Tetanusinfektion, häufig stirbt auch die Mutter.

Ambitioniert, aber möglich

Mit einer gezielten Aktion am nächsten Freitag (27.4.) setzt sich auch der Grenchner Kiwanis-Club gegen den Wundstarrkrampf ein. Den ganzen Tag über wird der Club auf dem Zytplatz mit einem Pavillon den Passanten Red und Antwort stehen und Informationen rund um den Tetanus und die Organisation bieten. Als einer von über 200 Clubs in der Schweiz und Liechtenstein will der Club einen bescheidenen, aber wichtigen Beitrag leisten, erklärt der Presseverantwortliche Renato Delfini. «Gemeinsam haben sich Kiwanis und Unicef bereits zuvor dem Kampf gegen Jodmangelkrankheiten verschrieben. Auch dort waren die Vorgaben ambitioniert, aber es hat sich gezeigt, dass das weltweite Netzwerk funktioniert.» Deshalb sei er zuversichtlich, dass der Club sein Tagesziel am Freitag erreichen könne.

Der Kiwanis-Club Grenchen beteiligt sich regelmässig an lokalen und regionalen Aktionen. «Wir wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben», erklärt Delfini. Nun hofft er, dass auch die Gesellschaft sich grosszügig zeigt und mit ihren Spenden hilft, Tetanus zu bekämpfen. «Jeder Franken zählt», sagt Delfini. Der 1981 gegründete Grenchner Club mit Männern aus allen Berufen und Bevölkerungsschichten engagiert sich überparteilich und über Konfessionen hinweg. Im Fokus der Charity-Aktivitäten stehen dabei besonders Kinder und deren Umfeld.

Das einzige wirksame Mittel gegen Wundstarrkrampf ist die Impfung. Deshalb ist Tetanus gerade in ärmeren Ländern ohne genügende Impfabdeckung stark verbreitet. Für die Hilfe werden Impfstoffe, Spritzen, Aufbewahrungsanlagen, Beförderungsmittel, Tausende von ausgebildeten Mitarbeitern und viele andere Dinge benötigt. Das erfordert den unermüdlichen Einsatz von Unicef und jedem einzelnen Mitglied der internationalen Kiwanis-Familie.