Präsident und Gemeinderat Thomas Steiner schilderte den Werdegang. Vor acht Jahren eröffnete die Kindertagesstätte Delfin in einem ungenutzten Zweifamilienhaus an der Flurstrasse ihre Pforten. Damals waren es ungefähr 30 Kinder, heute sind es über 80. Doch nicht nur Kleinkinder würden hier betreut, so Steiner, auch Schüler gehen täglich ein und aus, sei es zum Hort oder zum Mittagstisch. «Mit der Kita konnte Bettlach ein echter Bedarf für familienergänzende Kinderbetreuung gedeckt werden.» Besonders freut Steiner, dass die Gemeinde sie von Anfang an unterstützt habe.

Dennoch betont er, dass die Kindererziehung unter diesen Umständen keinesfalls verstaatlicht oder die traditionelle Familie infrage gestellt werden soll. «Studien belegen, dass Länder, die familien- und kinderfreundliche Gesellschaftsziele betreiben, eine höhere Geburtenrate verzeichnen als die Schweiz.» Zu so einer Politik gehörten nun mal Kitas. Ausserdem benötige es Lösungen bei der Elternzeit, den Tagesstrukturen der Schulen. «Besonders wichtig ist der Abbau der Hürden bezüglich Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit», so Steiner, «eine Frage, die heute viele Frauen umtreibt.» Er sei froh, dass die Kita von Anfang an auf den drei Säulen Elternbeiträge, Beiträge der lokalen Industrie und der öffentlichen Hand aufbauen konnte.

Einblick in die neu renovierte Kita

Nun wurde die Kita von der Flurstrasse ins renovierte Adamshaus gezügelt. Den Umzug hat das Team selbst organisiert und gleichzeitig weiterhin die Kinder betreut. Sogar der alte Spielplatz wurde von der Flurstrasse ab- und beim Adamshaus wieder aufgebaut. Im Gebäude drin wurde eine Galerie eingezogen und der Raum neu aufgeteilt. Im Obergeschoss sind der Mittagstisch und die Schlafplätze für die Kleinkinder zu finden, im Erdgeschoss ist die Kita.

Am Samstag konnten die Räumlichkeiten besichtigt werden. Ein Rahmenprogramm erfreute Jung und Alt. Architekt Rony Staub von Atelier 21 führte durch das Gebäude. Für die Kinder gabs eine Sirupbar, Airbrush-Schminken, Veronika Medici erzählte Märchen und die Hüpfburg wurde rege genutzt. Am Mittag servierte der Comitato Italiano Penne Bolognese, und Mütter brachten selbst gebackene Kuchen für das Kaffeebuffet mit. Im Erdgeschoss konnten die Besucher ihre Handabdrücke auf einem Banner verewigen. Diese Fahne wird in Zukunft bei der Kita wehen.

Eine besondere Attraktion war der Ballonwettbewerb. Für kurze Zeit war der trübe Himmel in alle Farben getaucht. Der Ballon, der die weiteste Strecke zurückgelegt hat und dessen Karte zurückgeschickt wird, der wird einen noch nicht genannten Preis erhalten. Steiner witzelte noch vor dem grossen Abflug: «Bei dem Föhn könnten die Ballons bis nach Korfu fliegen. Hoffen wir, dass die Griechen das Porto bezahlen können.»

Der Anlass war aus Sicht Steiners ein grosser Erfolg: «Wir hatten mit 200 ausgeschöpften Pastaportionen gerechnet, am Ende waren es über 250.» In ungefähr drei bis vier Wochen würden sie die Gewinner des Ballonwettbewerbes bekannt geben. Welchen Preis sie genau erhalten werden, wüssten sie noch nicht genau, aber «einen Plüsch-Delfin wird es wohl dabeihaben».