«Gestern bei der Hauptprobe hatte ich noch meine Zweifel, aber heute wird es die Jury schwer haben, zu beurteilen, wer am besten ist.» Mit diesen Worten an die Zuschauer eröffnete Monika Crausaz, die neue Leiterin des Lindenhauses, die Talentshow.

Diese wurde auf dem Lindenhausareal zu einem hart umkämpften Wettbewerb. Die jungen Gesangstalente konnten entweder alleine oder zu zweit auf die Bühne treten, und die künftigen Superstars verstanden ihr Handwerk. Auch wenn es hie und da mal zu einem Aussetzer kam, weil kurzzeitig der Text vergessen ging oder der Einstieg verpasst wurde, sangen die Kleinen einfach weiter und liessen sich nichts anmerken. Eben ganz wie die Profis.

Gecoacht wurden die Kinder von Rosaria Saia. Um sie auf diesen Moment vorzubereiten, übte sie mit den Jungstars Choreografien ein, stärkte sie im Gesang und machte ihnen vor allem Mut, wenn es manchmal nicht so rund lief und man am liebsten alles hinschmeissen wollte. Nebst der Talentshow trat auch eine Hip-Hop-Gruppe auf.

Tanz- und Akrobatik-Einlagen

Die meisten der Kinder und Jugendlichen waren bereits im Tanz-Camp des Lindenhauses dabei und hatten seither jeden Mittwochnachmittag fleissig weitergeübt für den Auftritt am Open-House-Fest. Mit ihren Freestyle-Einlagen verzückten sie das Publikum. Selbst die Kleinsten konnten beweisen, dass sie den einen oder anderen Hip-Hop-Move bereits beherrschen. Der Leiter der Hip-Hop-Gruppe, Noah Ayer, liess es sich nicht nehmen und zeigte, was er alles auf dem Kasten hat, was vom Publikum mit frenetischem Applaus goutiert wurde.

Es gab aber nicht nur Gesang und Tanz an der 10. Ausgabe des Open-House-Festes. Auf dem gesamten Gelände waren Posten eingerichtet, an denen sich die Kinder austoben konnten. So gab es eine Graffitiwand, an der die Jungen, ausgerüstet mit Schutzmaske und Spraydose, ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen durften. Beim Veloparcours galt es, mit viel Geschick Hindernisse zu um- oder überfahren. Den grössten Andrang hatte aber die Kletterwand des SAC Grenchen zu verbuchen. «Als wir den Posten eröffnet hatten, wurden wir regelrecht von einer Schar Kinder überrannt», erklärt ein zufriedener Fabian Leimer, Leiter der JO des SAC Grenchen. Aber nicht nur zu Beginn, sondern während des gesamten Nachmittags waren die sechs verschiedenen Routen an der Kletterwand gefragt. Wenn eine Route geschafft war, wollten die Kinder gleich zur nächstschwierigen übergehen. Dieser Ehrgeiz vermochte selbst die SAC-Mitglieder zu verblüffen. «Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie die Kinder ohne Hemmungen voll drauflos klettern», erklärt Michael Moll. Das sei bei seinem ersten Klettergang noch ganz anders gewesen, da hätte eine gesunde Portion Respekt schon dazugehört, sagt Moll lachend.

Am Abend fanden noch diverse Ereignisse statt wie ein Auftritt des Jo-Jo-Weltmeisters Ivo Studer oder ein Konzert der Coverband «Maxin».