Ferienpass Grenchen

Kinder schnuppern Zirkusluft und üben sich in Akrobatik

13 Kinder hatten im Rahmen des Ferienpasses die Möglichkeit, sich in der Kunst der Akrobatik zu üben. Nicht nur in der Luft, auch am Boden wurde geübt.

Die Matten sind am Boden ausgelegt, Reifen, Trapez und Tuch an den Ringen befestigt. Doch ehe es losgeht, erfolgt das Aufwärmen mit Musik: Die Kinder rennen durcheinander in der Turnhalle beim Bahnhof Nord umher und folgen den Aufforderungen von Pascale Wagner, einer der beiden Leiterinnen: Mal ruft sie «eins», dann müssen die Kinder schnell absitzen und wieder aufstehen, mal ruft sie «zwei» und die Kinder vollführen einen Strecksprung. Bis zur Nummer vier hat man eine Aufgabe festgelegt. Darauf folgen noch weitere Aufwärmübungen und das Dehnen.

Um sich die verschiedenen Akrobatikelemente näher anzusehen, wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt: Eine schaute sich vor der Pause die Luftakrobatik an, die andere die Bodenakrobatik. Danach wurde gewechselt.

Corinne Cueni, welche die Hauptleitung innehatte, zeigte den Kindern diverse Techniken der Luftakrobatik. So wurde ihnen in einem ersten Schritt erklärt, wie man die verschiedenen Apparate richtig besteigt und wieder hinunterklettert: «Es ist sehr wichtig, dies richtig zu machen, sonst könnt ihr euch verletzen», erklärte Corinne Cueni den Kindern. Danach zeigte sie einige Figuren vor, die die Kinder ausprobieren konnten. Dabei erteilte sie Ratschläge und Tipps.

Bei Pascale Wagner, der Vizeschweizer Meisterin im Voltige, konnten die Kinder sich in der Bodenakrobatik üben. So konnten sie «Heubürzli», Hechtrollen, Rad, Handstand und auch eine Pyramide auf den Matten machen und wurden ebenso beraten und unterstützt.

Vielen musste abgesagt werden

Corinne Cueni leitete öfters solche Ferienpasskurse, dieses Jahr zum ersten Mal in Grenchen. Sie arbeitet 50 Prozent als Pflegefachfrau und widmet sich bei den anderen 50 Prozent der Akrobatik und dem Tanz: Sie ist J+S-Expertin in Gymnastik und Tanz, erteilt Tanzunterricht in Grenchen und Bettlach und leitet Kurse in Ferienpässen. Es freut sie, dass so viele Kinder an ihrem Kurs teilnehmen, jedoch bedauert sie ebenso, dass sie vielen absagen musste: «Ich musste noch nach einer Helferin suchen, damit ich überhaupt 13 Kinder in den Kurs lassen konnte. 13 ist für eine Person zu viel, wenn sie richtig betreuen will.»

Gesamthaft haben sich um die 30 Kinder für den Kurs angemeldet. Diesen hat Corinne Cueni auf zwei Tage und auf jeweils zweieinhalb Stunden angesetzt: Am ersten Tag sollen die Kinder die verschiedenen Disziplinen kennen lernen, am zweiten Tag darauf aufbauen. Das Ziel für Cueni ist vor allem, dass die Kinder Spass haben und Neues kennen lernen, aber sie will ihnen weiter auch etwas vermitteln: «Akrobatik hat sehr viel mit Selbstdisziplin zu tun, man muss viel üben, um Figuren zu beherrschen, auch muss man die eigene Kraft und das eigene Können einschätzen können, und Akrobatik kann auch gefährlich sein. Es ist wichtig, dass die Kinder dies erkennen», teilt sie mit.

Die Kinder waren beim Anlass mit viel Begeisterung dabei. Die Stimmung und der Kursinhalt gefiel ihnen: «Es ist wie im Zirkus und ich kann sehr viel Neues lernen», meint Felix, 7 Jahre. Auch machten beide Akrobatikteile den Kindern Spass, aber die meisten waren mehr von der Luftakrobatik fasziniert: «Ich mache seit ein paar Jahren Voltige und war schon öfters im Zirkus. Da haben mir die Luftakrobaten imponiert. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren», erklärt Anja, 9 Jahre alt. Dabei ergänzt Rahel, 11 Jahre: «Und es sieht schön und elegant aus.»

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