Architektur
Kinder engagieren sich als Grenchner Städtebauer

Hochhaus bauen oder sprengen? Wie würden Kinder die Stadt Grenchen bauen, lautete die Frage an einem Nachmittag im Kultur-Historischen Museum.

Patric Schild
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Museumsmitarbeiterin Carmen Aliesch mit Flavio und Jan beim Basteln.

Museumsmitarbeiterin Carmen Aliesch mit Flavio und Jan beim Basteln.

Patric Schild

Seit November 2013 findet im Kultur-Historischen Museum Grenchen die Ausstellung «Moderne Architektur im Kanton Solothurn 1940–1980» statt.

Im Rahmen dieser Exposition organisierte das Museum am Samstag einen Kindernachmittag unter dem Motto «Heute bist du Architekt! Entdecke die alte Stadt und erfinde die neue.» Sinn dieser Nachmittage für Kinder ist es, ihnen komplexe und historische Themen auf spielerische und humorvolle Art näher zu bringen.

«Die Herausforderung besteht darin, solche fachspezifischen Aspekte wie Denkmalschutz oder Architektur, so zu gestalten, dass es auch von den Kleinen verstanden wird», sagt Carmen Aliesch vom Museumsteam.

Zu Beginn sahen sich die Kinder Bilder von alten Grenchner Gebäuden an und mussten entscheiden, ob ihnen diese gefielen und sie dort wohnen würden oder nicht. Die Meinungen gingen hierbei zum Teil deutlich auseinander und so diskutierten die Kleinen bereits wie die Grossen.

Während beispielsweise die einen die wunderbare Aussicht lobten, die man aus Hochhäusern geniessen kann, entgegneten andere, dass diese unästhetischen Klötze das Stadtbild verschandeln würden. Um den Kindern den Beruf des Architekten verständlicher zu gestalten, sahen sie sich einen Filmausschnitt von «Asterix und Obelix Mission Kleopatra» an, der vom Architekten Numerobis handelt.

Stadtwelten aus Lego und Karton

Anschliessend gingen dann alle der Frage nach «Was macht ein(e) Architekt/in?». Wobei die Kinder schnell merkten, dass für diesen Beruf Kreativität, ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen und zeichnerische Begabung gefragt sind. Das Highlight des Nachmittags erfolgte für die Kinder zum Schluss, da sie nun selbst die Gelegenheit bekamen sich architektonisch zu betätigen.

Ausgerüstet mit Legobausteinen, Schreibmaterial und Bastelutensilien, konnten die Kinder an drei Posten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich ihr persönliches Traumgebäude erstellen.

Vom Baumhaus aus Lego bis hin zum pompösen Luxushaus aus Karton, war alles vertreten. Als es dann um vier Uhr hiess, die Heimreise anzutreten, stand die Enttäuschung einigen Kindern regelrecht im Gesicht geschrieben, denn sie wollten kaum mehr aufhören.

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