Grenchenberg

Kinder befassen sich beim gemeinsamen Basteln mit dem Thema Respekt

Im Herbstlager der reformierten Kirche ging man aus verschiedenen Richtungen an das Thema Respekt heran. Das kreative Verzieren von Abfalleimern führte die Kinder an den Gedanken heran, Sorge und Respekt gegenüber der Natur zu wahren.

Es ist 9 Uhr am Dienstagmorgen, das Frühstück gegessen und die «Ämtli» wurden erledigt. Die Kinder sitzen im Nebenzimmer des Gasthauses Untergrenchenberg, auf den Tischen stehen Abfalleimer aus Plastik. Diese sollen nun gestaltet werden. Dafür stehen verschiedene Dekorationen zur Verfügung wie Veloschläuche, Federn, Kugeln und Luftballons.

Die Idee dahinter: Durch eine praktische Tätigkeit sollen sich die Kinder mit einer Facette des diesjährigen Herbstlagerthemas befassen - dem Respekt. «Damit können sie sich dem Gedanken annähern, dass man zur Umwelt Sorge tragen soll», erklärt Marianne Brunner, Leiterin im Bereich Kinder und Jugend der reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach. Zusammen mit Sandra Domina betreut sie die Kinder.

Nach diesem praktischen Teil ist eine Einführung in den Sachverhalt im Umgang mit Abfall geplant: Die Kinder werden sehen, wie man den Müll fachgerecht trennt, ein Abendquiz dazu durchführen und von einer Waldpädagogin Informationen erhalten. Letztere wird auch eine andere Seite des Respekts ansprechen, nämlich das Verhalten der Menschen gegenüber dem Tier.

Das Herbstlager richtet sich an Kinder ab der 4. bis 6. Klasse. Ins Leben gerufen wurde es 2012 von der reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach. Dieses Jahr begann das Lager am 30. September, mit einem Marsch von der Holzerhütte bis zur Gaststätte auf dem Untergrenchenberg. Die Gruppe hatte trotz des leichten Regens, der erst beim Fahnenhang nachliess, Spass an der Wanderung, denn man nahm es gemütlich, legte immer wieder Pausen ein und spielte verschiedene Spiele.

Alles im Lager dreht sich um den Respekt - um den Respekt vor der Umwelt und dem Tier, aber auch um den Respekt zwischen Menschen. Dabei bekommen die Kinder durch verschiedene Aktivitäten einen Einblick: Es gibt kleinere Vorträge, sie schauen einen Film, gehen in die Natur, spielen, singen und basteln.

Jeden Tag kommt Claudia Scherrer, die musikalische Leiterin, vorbei, um mit ihnen Lieder einzustudieren. Diese werden beim abschliessenden Gottesdienst vorgesungen, auch die gebastelten Werke werden dort vorgestellt.

Wie Konflikte lösen

Im Lager wird ebenso darauf eingegangen, was Vertrauen heisst und wie man Konflikte untereinander lösen kann. Die 10 teilnehmenden Kinder sind motiviert und haben es gut miteinander, auch wenn es, weil man eine Woche lange zusammenlebt, manchmal kleinere Meinungsverschiedenheiten gibt. Manche von ihnen waren schon im letzten Jahr dabei.

«Mir gefällt das ganze Programm, wir sind alle schnell Freunde geworden, und wir lernen, was Respekt genau bedeutet», meint Nathalie und Enrico fügt hinzu: «Es ist nie langweilig, das Essen ist sehr lecker, und wir sind in der Natur.»

Der Gottesdienst bildete den Abschluss des Herbstlagers. Donald Hasler, Pfarrer des Kreises West der hiesigen reformierten Kirchgemeinde, hielt die Predigt.

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