Wer meint, die Kids könnten einfach an den zweieinhalb Tagen ein wenig rumhängen, rumhopsen und «rumtänzerlen», der irrt. Die Choreografien, welche die Kinder – in der Überzahl Mädchen um die 8, 9 Jahre alt – Schritt für Schritt erlernen müssen, sind für sich gesehen zwar relativ einfach. Wenn die einzelnen Elemente aber zusammengehängt werden, bedeutet das ziemlich viel Kopfarbeit.

Und Konzentration, die aufzubringen nicht immer einfach ist für die Kinder. Lucia Egger, welche zusammen mit zwei weiteren Frauen das Camp leitet, ist selber Tänzerin. Die Psychologiestudentin ist Mitglied einer Berner Company. In Grenchen zeigt sie den Kids coole HipHop- und Breakdance-Moves, Klassiker aus der Szene kombiniert mit Bewegungen, wie man sie aus Musikvideos kennt, sogar passend zum Text.

Die 30 Mädchen und Buben sind grösstenteils mit Elan bei der Sache. Viele besuchen das Dance Camp nicht zum ersten Mal, sondern schon zum zweiten oder dritten Mal. Natürlich gibt es hie und da einen Streit zu schlichten, bei dem sogar ein paar Tränen fliessen können. Aber dafür sind die jungen Frauen da. Sie trösten, schlichten und bringen die Kids wieder dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aufs Tanzen. Denn schliesslich sollen die Choreografien am Donnerstag sitzen, wenn die Eltern zuschauen. Da könnte man halt schon ein wenig nervös werden ...