Kleine Anfrage
Kaum betroffen: Grenchen musste 2017 nur einen gefälschten Pass sicherstellen

Andreas Toggweiler
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Der in Grenchen entdeckte falsche Pass war laut Angabe der Stadtverwaltung italienisch.

Der in Grenchen entdeckte falsche Pass war laut Angabe der Stadtverwaltung italienisch.

Thinkstock

Im Jahr 2017 hat die Stadt Grenchen einen Fall aufgedeckt, bei dem sich eine Person mit einem gefälschten Pass identifizieren wollte. Dies geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Gemeinderat Matthias Meier-Moreno (CVP) hervor. Meier reichte die Anfrage ein, nachdem bekannt wurde, dass in der Schweiz im vergangenen Jahr 793 Passfälschungen entdeckt wurden. Der in Grenchen entdeckte falsche Pass war laut Angabe der Stadtverwaltung italienisch. Es war der erste und bisher einzige Fall in Grenchen.

Das Personal auf der Stadtverwaltung sei hinsichtlich der Problematik sensibilisiert und Warnungen des Kantons bzw. der Fachgruppe Einwohnerkontrolle fänden die nötige Beachtung, heisst es weiter. Zudem wird auf die Problematik von zwar echten, aber auf zweifelhaftem Weg erhaltenen Pässen hingewiesen.

Die Anschaffung eines Passlesegerätes wie von Meier vorgeschlagen, wird hingegen als unverhältnismässig bezeichnet. Dies ziehe hohe Kosten nach sich, wenn man stets auf dem neusten Stand der Technik bleiben wolle. Hingegen sei die Anschaffung eines Informatikprogrammes zur Erkennung gefälschter Reisepässe vorgesehen.