Grenchen
Katholische Kirche freut sich über eine unerwartet gute Rechnung 2013

Die Rechnung 2103 schloss mit einem Ertragsüberschuss von rund 300 000 Franken ab. Grund für die gute Rechnung ist, dass die Steuereinnahmen 170 000 Franken höher ausfielen als erwartet.

Felix Bernhardsgrütter
Merken
Drucken
Teilen
Die Rechnung der Katholischen Kirche Grenchen fiel deutlich besser aus als erwartet.

Die Rechnung der Katholischen Kirche Grenchen fiel deutlich besser aus als erwartet.

Hanspeter Bärtschi

Präsident Alfred Kilchenmann durfte die 26 Stimmberechtigten an der Kirchgemeindeversammlung über einen ausserordentlich guten Jahresabschluss 2013 orientieren. Hatte man bei der Budgetierung vor bald zwei Jahren noch mit einem Mehraufwand von 39 000 Franken gerechnet, schliesst die Rechnung 2013 bei einem Aufwand von Fr. 1,918 Mio. und einem Ertrag von Fr. 2,251 mit einem Ertragsüberschuss von 333 787.64 ab.

Hier zeigt sich, wie schwierig die Budgetierung der Steuern ist. Diese sind pro 2013 in der Jahresrechnung 170 000 Franken über den Erwartungen ausgewiesen und stützen sich ab auf die Vorbezugsrechnungen 2013. Die effektiven Zahlen können von der Steuerverwaltung erst im Laufe dieses Jahres ermittelt werden gestützt auf die eben eingereichten Steuererklärungen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die von den juristischen Personen zu leistenden Steuern, die den Kirchgemeinden über den kantonalen Steuerausgleich zufliessen. Diese sind um 35 000 Franken höher ausgefallen als budgetiert.

Für die künftigen Jahre ist jedoch infolge Steuerausfall bei Grossfirmen mit einem Einnahmenwegfall im sechsstelligen Bereich zu rechnen. Dass die vorgesehenen Personalstellen im Seelsorgebereich nicht vollständig besetzt werden konnten, hat mit 125 000 Franken auch zum guten Finanzergebnis beigetragen.

Die vom Kirchgemeinderat und der RPK vorgeschlagene Verwendung des Überschusses ist von der Versammlung ohne grosse Diskussionen genehmigt worden. Mit 109 000 Franken werden die Liegenschaften im Verwaltungsvermögen (Kirche, Kapellen, Eusebiushof) zusätzlich abgeschrieben.

Sie sind in der Bilanz noch mit dem Erinnerungsfranken zu finden. 80 000 Franken sind als Vorfinanzierung für die Sanierung des Parkplatzes beim Eusebiushof reserviert, die bereits im Budget 2014 vorgesehen ist, nach gründlichen Abklärungen aber wohl erst 2015 realisiert werden kann.

1 Million Eigenkapital

Die restlichen Fr. 333 787.64 werden in das Eigenkapital gelegt, das nun den stattlichen Betrag von 1,069 Mio. Franken erreicht hat. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei vorzüglichen 323% und das Nettovermögen pro Katholik beträgt Fr. 253.38. Zu erwähnen bleibt noch, dass 2013 rund 100 000 Franken in den baulichen Unterhalt des Eusebiushofes investiert worden sind (Renovation und Akustik Schopf, Beleuchtung Konkordiasaal, Erweiterung Foyer).

Auf den 1. Dezember 2014 wird für die Pfarrkirche St. Eusebius ein neuer Sakristan/Sakristanin gesucht. Die Stelle ist im Kirchenblatt, dem Publikationsorgan der Kirchgemeinde, ausgeschrieben. Der derzeitige Sakristan Heinz Brotschi wird auf Ende Jahr pensioniert. Für den Eusebiushof ist weiterhin dessen Ehefrau Christa Brotschi zuständig.