Badifest Grenchen
Kanton zahlt nochmals 4'000 Franken fürs verregnete Badifest

Das Grenchner Badifest vom letzten Jahr fiel buchstäblich ins Wasser und wird voraussichtlich ein Defizit von über 52000 Franken einfahren. Nachdem der Regierungsrat bereits einen Beitrag von 6000 Franken sprach, sind es nun nochmals 4000 Franken.

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Nur wenige vergnügten sich am Grenchner Badifest.

Nur wenige vergnügten sich am Grenchner Badifest.

Der Kanton unterstützte den Anlass mit einem À-fonds-perdu-Beitrag von 6000 Franken, das hatte der Regierungsrat bereits im letzten März beschlossen. Angesichts des grossen Defizits ersuchte das Organisationskomitee nochmals um einen unbestimmten Beitrag vom Kanton.

Nun hat der Regierungsrat beschlossen, zusätzlich nochmals 4000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Deckung des immer noch grossen Defizits zu bewilligen. «Trotz der Auflösung des gesamten Vereinsvermögens, nicht in Rechnung gestellter Auslagen, unter anderem der Mitglieder des Organisationskomitees, und Berücksichtigung des bereits zugesprochenen Lotteriefondsbeitrags wird mit einem Defizit von Fr. 52732.90 gerechnet. Vor diesem Hintergrund wird der Verein OK Grenchner Fest mit einem zusätzlichen Beitrag von 4000 Franken im Sinne einer Defizitdeckungsgarantie unterstützt», heisst es in den Erwägungen zum regierungsrätlichen Beschluss.
OK-Chef erfreut

Noch nicht traktandiert

Alexander Kohli, Präsident des Vereins und Chef des Organisationskomitees, ist sehr erfreut über die Nachricht aus Solothurn. Auf die Frage, wie man das restliche Defizit nun tilgen wolle, meint Kohli: «Wir konnten nach dem Fest noch zusätzliche Sponsorengelder in der Höhe von rund 10000 Franken generieren. In diesem Bereich liegt also wahrscheinlich nichts mehr drin.» Dass der Kanton jetzt nochmals etwas einwerfe, sei sehr erfreulich. «Wir haben ja auch noch bei der Gemeinde Grenchen ein Gesuch gestellt. Diese hatte uns im Vorfeld in Aussicht gestellt, uns einen finanziellen Beitrag an die Wiederherstellung des Geländes zu geben.» Da dies aber nach der Durchführung des Festes nicht nötig war, hoffen die Organisatoren nun darauf, dass man ihnen den Beitrag trotzdem bewilligt. Allerdings hat die Gemeinde sich dazu bisher nicht geäussert und der Punkt wurde auch noch nicht traktandiert.

Auf die Frage, was man zu tun gedenke, wenn trotz all der Massnahmen die Mittel nicht reichen, um die Ausgaben zu decken, und doch ein Defizit übrig bleibe, meinte Kohli: «Dann müssen wir wohl in die eigene Tasche greifen, denn irgendwie muss das Defizit ja gedeckt werden.»(om)

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