Das Personal der Kirchgemeinde ist mehrheitlich bei der Kantonalen Pensionskasse versichert. Die Sanierung dieser Pensionskasse, die eine Deckungslücke von über 1,1 Milliarden Franken aufweist, ist vom Solothurner Volk kürzlich genehmigt worden. Die Gemeinden, die vor allem die Lehrerschaft bei der Kasse versichert haben, sind von dieser direkten Sanierung verschont geblieben. Nicht aber die Kirchgemeinde; sie hat bei der Kantonalen Pensionskasse einen «Anschluss-Vertrag». Sie war sich schon seit Jahren bewusst, dass der auf sie entfallende Fehlbetrag bei über einer halben Mio. Franken liegt.

Auf diesbezügliche Rückstellungen wurde auf Anraten von amtlichen Stellen in Solothurn damals verzichtet: «Der Kanton müsse das in Ordnung bringen», so die Antwort. Die Kantonale Pensionskasse hat nun nach der Abstimmung vom 28. September der Kirchgemeinde die Rechnung präsentiert. Die Deckungslücke muss mit
Fr. 617 300.– nachfinanziert werden, und zwar per 1. Januar 2015. Es bestünde auch die Möglichkeit, den Betrag in 5, 10, 20 oder 40 Jahren ratenweise abzustottern, nur würde dann ein Zins von 3% aufgerechnet, was zum Beispiel in 10 Jahren auf eine Summe von 723 000 zu stehen käme.

Sind das Investitionen?

Der Kirchgemeinderat schlägt vor, die Deckungslücke im 2015 mit einer einmaligen Zahlung von 617 300 Franken zu schliessen, weil die vorhandenen Mittel derzeit mit nur bescheidenen ¼% verzinst werden. Im Kirchenblatt ist erwähnt, dass diese Zahlung über die laufende Rechnung zu verbuchen ist. Nachträglich hat der Kanton angeordnet, dass die Zahlung über die Investitionsrechnung abgewickelt werden soll, was in den nächsten 40 (!) Jahren jährliche Abschreibungen von 15 000 Franken auslöst.

Für die Erneuerung des Eingangsbereiches des Eusebiushofes inkl. behindertengerechte Gestaltung sind Investitionen von 75 000 Franken vorgesehen. Für die Umgebungsgestaltung der Eusebiuskirche – Bepflanzung und Belag sanieren – werden weitere 145 000 Franken beantragt. Alle diese Vorhaben könnten mit eigenen Mitteln ohne Neuverschuldung realisiert werden.

Der Voranschlag 2015 für die laufende Rechnung sieht dank guten Steuereingängen und einem zugesicherten Beitrag aus dem Kantonalen Finanzausgleich einen Mehrertrag von 45 000 Franken vor, bei gleichbleibendem Steuersatz von 17%.