Im vergangenen März hatte der Gemeinderat die Gesamtrevision der Wasserversorgungsplanung (GWP) beschlossen. Diese wurde anschliessend öffentlich aufgelegt, wobei keine Einsprachen eingegangen sind. In der Folge wurde die GWP dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Am 26. September hat dieser nun die GWP-Revision behandelt und genehmigt, wie dem kürzlich publizierten Regierungsratsbeschluss zu entnehmen ist.

Nachdem sich die Anrainer der privaten Wasserversorgung am Rehweg gegen eine Anschlusspflicht an die Wasserversorgung der SWG gewehrt hatten, wurde für sie nach Absprache mit dem Kanton eine Ausnahmeregelung getroffen.

Die Liegenschaften am Rehweg in der Wohnzone (W2) verfügen über eine gemeinsame private Wasserversorgung. Für die privat erstellten Anlagen werden auch der Betrieb und Unterhalt durch die Grundeigentümer sichergestellt. Das aus der Quelle auf GB Grenchen Nr. 6197 genutzte Wasser sei zum heutigen Zeitpunkt mengen- und qualitätsmässig ausreichend, um den Trink- und Brauchwasserbedarf abzudecken, meint der Kanton. Die Quelle verfügt über keine Grundwasserschutzzonen. Sofern allen Grundeigentümern ein Nutzungsrecht an der gemeinsam genutzten Quelle eingeräumt ist, sei eine Schutzzone auch nicht zwingend erforderlich.

Andernfalls seien die Quelleneigentümer dazu verpflichtet, Schutzvorkehrungen zu treffen, welche mindestens den Fassungsbereich der Quelle umfassend schützen. In diesem Sinne verfügte der Kanton zusätzliche Massnahmen für die Quelle am Rehweg: Der Fassungsbereich der genutzten privaten Quelle sei durch einen Zaun zu schützen. In diesem Bereich sind sämtliche baulichen Tätigkeiten oder anderweitigen Nutzungen untersagt, welche nicht dem quantitativen oder qualitativen Erhalt der Quelle dienen. Die vorhandenen Löschwasserleistungen seien mit der Solothurnischen Gebäudeversicherung und der Feuerwehr Grenchen sowie den SWG zu prüfen und gegebenenfalls durch entsprechende Massnahmen anzupassen. Diese Massnahmen müssen nun innerhalb von drei Jahren realisiert werden.

Im Rahmen der Gesamtrevision der GWP wurde gleichzeitig auch das Erschliessungskonzept der Höfe auf dem Grenchenberg überarbeitet und durch die Bürgergemeinde als Inhaberin der Anlagen genehmigt. Das vorliegende Konzept zur Sanierung der bestehenden Anlagen zeigt die möglichen Synergien mit dem Windparkprojekt und wird vom Regierungsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. (at.)