Grenchen
Kanton fordert professionellen Ausstellungsmacher für die Triennale

Der Fachausschuss Bildende Kunst und Architektur des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung sähe gerne, dass die Triennale wieder kuratiert werden würde.

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Die Triennale im Jahr 2012.

Die Triennale im Jahr 2012.

Hansjörg Sahli

An der Generalversammlung der Kunstgesellschaft Grenchen im Kunsthaus hielten Präsident Philipp Glocker und Claude Desgrandchamps (OK-Präsident Triennale) Rückblick auf die Jubiläums-Triennale (20. Ausgabe) vom letzten Jahr. Trotz eines positiven Fazits muss die Zukunft der internationalen Grafik-Ausstellung vorderhand noch offen bleiben.

Claude Desgrandchamps bezeichnete die Grafikschau als vollen Erfolg. Die Reaktionen von Künstlern, Ausstellenden und Besuchern seien sehr ermutigend gewesen. Bei den Finanzen werde man die gewährte Defizitgarantie von Stadt und Kanton (75'000 Franken) nicht voll in Anspruch nehmen müssen.

Dass trotzdem die Zukunft der Triennale noch nicht ganz gesichert ist, liegt an gewissen «atmosphärischen Störungen» zwischen dem OK Triennale und dem Fachausschuss Bildende Kunst und Architektur des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung.

Dieser sähe gerne, dass die Triennale wieder kuratiert werden würde. Es wird also ein professioneller Ausstellungsmacher gefordert. Die Organisatoren der renommierten Ausstellung zogen es in letzter Zeit - nicht zuletzt aus Kostengründen - vor, mit Editeuren, Druckwerkstätten und Künstlergruppen zusammenzuarbeiten. Philipp Glocker (er ist auch Finanzchef und Vize-Präsident des OK Triennale) stellte ein klärendes Gespräch in Aussicht.

Auch werde man die Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus im Hinblick auf eine weitere Ausgabe 2018 noch intensivieren.

Bilder der 20.Triennale:

32 Bilder
Von links: OK-Präsident Claude Desgrandchamps, die südafrikanische Kuratorin Mandy Conidaris, Regierungsrat Remo Ankli und Stadtpräsident François Scheidegger in der Ausstellung
Eröffnungsansprache von Remo Ankli
Bildungsdirektor Remo Ankli
Vernissage der 20.Triennale in Grenchen

Oliver Menge

Coffre ouvert am 2. Juli

Die Kunstgesellschaft steht finanziell auf sicheren Füssen. Im vergangenen Jahr resultierte ein kleiner Reingewinn von 4›100 Franken. Für das laufende Jahr ist eine schwarze Null budgetiert.

Im Jahresprogramm sticht die 5. Ausgabe des «Coffre Ouvert» vom 2. Juli auf dem Marktplatz hervor. Dieser ebenso bunte wie unkomplizierte Kunstmarkt im Herzen der Stadt hat sich innert kürzester Zeit zu einem vielbeachteten und beliebten Treffpunkt zwischen Künstlern, Kunstkennern und interessierten Laien entwickelt. (igu)