Gemeinderatswahlen Grenchen
Kantischülerin will in den Grenchner Gemeinderat

«Familien sollen entlastet werden, Frauen arbeiten können», sagt Andrea Heiri. Die 19-jährige Kantischülerin kandidiert als Jüngste für den Gemeinderat Grenchen.

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Andrea Heiri ist eine moderne Familienpolitik wichtig.

Andrea Heiri ist eine moderne Familienpolitik wichtig.

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Die Jüngste unter den Gemeinderatskandidatinnen, Andrea Heiri, ist gerade mal 19 Jahre alt, schliesst im Sommer die Kantonsschule in Solothurn ab und arbeitet Teilzeit als kaufmännische Sachbearbeiterin. Ihr Interesse für Politik sei familiär begründet. «Wir sind eine CVP-Familie», erklärt die Maturandin lachend. Ein bekanntes Mitglied der Familie ist ihr Vater, Theo Heiri. Seit zwei Jahren ist die Älteste von vier Geschwistern im Vorstand der CVP-Grenchen, mit Politik beschäftigt habe sie sich aber schon vorher. «In unserer Familie wird halt viel über Politik gesprochen und diskutiert.»

Ihr Engagement begründet sie zudem mit dem Umstand, dass in der Schweiz viel mitbestimmt werden kann. « Diese Chance sollte man nützen.» Die junge Frau bezeichnet sich selbst als Familienmensch, als ruhig und jemand, der realistische Ziele verfolge. Gründe, weshalb für sie die CVP die richtige Partei sei. Durch ihren Schwerpunkt an der Kantonsschule – Wirtschaft und Recht – sehe sie ausserdem, was wirtschaftlich möglich sei und was nicht. Sie sei aber offen für andere Meinungen.

Grenchen als attraktiver Wohnort

In ihrer Heimatstadt fühlt sich die junge Frau sehr wohl. «Grenchen wird oft negativer dargestellt, als es ist.» Die Hanglage der Stadt mache sie zu einem attraktiven Wohnort, wertvoll seien zudem die Naherholungsgebiete Grenchenberg und Witi. Das Freizeitangebot Grenchens bezeichnet die Jugendliche als breit, selbst spielt sie Altflöte an der Musikschule und ist Mitglied im Badminton-Verein.

Auch kulturell habe die Stadt viel zu bieten. Trotzdem sieht die junge Politikerin Verbesserungspotenzial in ihrer Heimatstadt. «Für junge Leute ist Grenchen im Moment nicht so attraktiv. Die Innenstadt lebt zu wenig, es gibt fast keine Ausgangsmöglichkeiten oder ansprechende Läden.» Grenchen könne nicht mit Städten wie Bern oder Zürich konkurrieren. Aber wenigstens ein Angebot wie in Solothurn würde sich die 19-Jährige wünschen.

Als angehende Studentin und Familienmensch ist Heiri weiter eine «moderne Familienpolitik» wichtig. «Familien sollten entlastet werden, Frauen auch arbeiten können.» Sie selbst mag Kinder sehr und strebt daher den Beruf der Kinderärztin an. Deswegen auf eine eigene Familie verzichten möchte die Maturandin aber nicht.

Junge sollen mitreden

Die Wahlvorbereitungen sind für die junge Frau eine ganz neue Erfahrung und «ein Abenteuer». Die CVP habe eine starke Liste zusammengestellt, weshalb es für sie selbst eher schwierig würde. Doch für Heiri ist es wichtig, dass auch Junge in der Politik vertreten sind und mitreden. «Denn damit, was heute entschieden wird, müssen wir morgen leben.» (bk)

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