Volkskirennen

Kampf um Hundertstel auf dem Grenchenberg

Am Sonntag fuhren rund 60 gewiefte Wintersportler um den Sieg beim traditionellen Riesenslalom.

Die Kinder und Jugendlichen in den Kategorien Pfüderi, Primeler und Oberstufe sind vor den Erwachsenen an der Reihe und gehen nacheinander an den Start. Schnell und konzentriert passieren sie Tor um Tor mit dem Ziel, die Bestzeit beim Riesenslalom auf dem Untergrenchenberg zu ergattern.

Dabei feuern Zuschauer und Moderatorin Nicole Brotschi mit feurigen «Hopp! Hopp!»-Rufen an. Brotschis Fazit: Alle, auch die Jüngsten seien mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und meistern den nicht ganz einfachen Steilhang.

Während einige der Skifahrenden dagegen hielten, um keinen Sprung in der Pistenmitte zu vollführen und dadurch womöglich das nächste Tor zu verpassen, fuhren andere an dieser Stelle auf Risiko. Neben den Skifahrern kämpften auch zwei Snowboarder um den Sieg.

Nach dem gelungenen Lauf galt es, sich ein selbstgemachtes Brötchen von Vreni Schneider und heissen Most bei der Pistenbar zu ergattern. Und natürlich die eigene gefahrene Zeit mit der der Gegner zu vergleichen.

Beste Bedingungen

Mit rund sechzig Teilnehmenden war das traditionelle Volksskirennen nicht ganz so gut besucht wie in den letzten Jahren, meistens liegen die Teilnehmerzahlen bei über siebzig Personen. Präsident des Organisators Skiclub Selzach, Christoph Rauber, vermutet das frühlingshafte Wetter als Ursache.

«Wenn man den Berg hinaufschaut, sieht es nicht so aus, als könne man noch Skifahren.» Zudem habe das Rennen eine Woche früher und damit noch in den Sportferien stattgefunden. Der Skiclub wollte nicht mit der Fasnacht konkurrenzieren.

Der Riesenslalom, den es bereits seit über siebzig Jahren gibt, war aber dennoch ein Erfolg und konnte unter besten Bedingungen durchgeführt werden: Unter blauem Himmel und einer hervorragenden, harten Piste. «Es hat einfach nicht mehr so viel Schnee», hielt Präsident des Skiclub Selzach, Christoph Rauber, fest.

Er ist sehr froh darüber, dass das Rennen stattfinden konnte; erst am Freitagnachmittag hiess es Aufatmen. Rauber: «An diesem Tag war Niederschlag angekündigt, es hat auf dem Untergrenchenberg halb geregnet und halb geschneit. Das hätte den Schnee nehmen können, zum Glück blieb starker Niederschlag aus.»

Rund zwei Drittel der Rennfahrerinnen und Rennfahrer waren Mitglieder des Skiclub Selzach, einige kamen vom Skiclub Lommiswil und zwei vom Skiclub Grenchen. Bis um 10 Uhr fand die Startnummernvergabe statt, wobei einige Fahrer sich nachmeldeten.

Wer einmal teilnimmt, weiss: Bei dem Anlass geht es familiär zu und her. Mehrere Generationen werfen sich in Skimontur, darunter ganze Familien, von Kindern zu Eltern und Grosseltern.

Die Schnellste unter den Damen war mit 43.02 Sekunden die 13-jährige Melanie Andres vom Skiclub Selzach, bei den Männern fuhr Urs Schär (1964) vom selben Skiclub mit 39.64 die Bestzeit.

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