Qualifikation geschafft

Junges Streetdance-Duo aus Grenchen darf an Schweizer Meisterschaft

Shania Bürki und Arianita Karalija habens geschafft.

Shania Bürki und Arianita Karalija habens geschafft.

Die zwei Grenchner Tänzerinnen Shania Bürki und Arianita Karalija qualifizierten sich für die Schweizer Meisterschaft im Streetdance. Ihre Leiterin Sarah Steiner hat zum ersten Mal mit Schülerinnen an einem Qualifikationsturnier teilgenommen.

Shania Bürki und Arianita Karalija können ihr Glück noch kaum fassen: Den beiden 9-Jährigen gelang am vergangenen Wochenende in Wettingen der Einzug ins Final der Streetdance-Schweizer-Meisterschaft 2013 in der Kategorie Kids (bis 11-Jährige). Seit einigen Jahren tanzen die zwei Mädchen, die sich offiziell «The crazy Shanitas» nennen, unter der Leitung von Sarah Steiner. «Es war das erste Mal, dass ich mit meinen Schülerinnen an solch einem Qualifikationsturnier teilgenommen habe», erzählt Sarah Steiner, die in Grenchen als Einzige den modernen Tanzstil Streetdance unterricht.

Sie selber tanzt seit Jahren aktiv an Turnieren. Das Niveau am vergangenen Wochenende sei besonders hoch gewesen, resümiert die Trainerin. «Streetdance erfreut sich wachsender Beliebtheit – vermutlich der vielen aktuellen Tanzfilme wegen.» Die Konkurrenz sei in der Folge in den letzten Jahren stetig gewachsen.

In einem ersten Teil mussten die Duos eine freie Formation zu Musik zeigen, welche die Jury ausgewählt hatte. «Gerade für die Kleinen ist dies nicht einfach, da sie noch Mühe haben, einen Rhythmus zu erkennen und sich passend dazu zu bewegen», erklärt Sarah Steiner. Shania und Arianita tanzten sich aber unter die ersten fünf und durften im zweiten Teil ihre eingeübte Choreografie zeigen. «Der Aufwand für solch ein Turnier ist immens, wenn man bedenkt, dass es nicht einmal sicher ist, dass die Kids ihre Choreo überhaupt zeigen dürfen», fügt die Tanzlehrerin hinzu. Umso grösser war die Freude, als die beiden den Schritt in die zweite Runde schafften.

Auch Team-Chancen stehen gut

Sarah Steiner war es trotz ihres Know-hows schwer gefallen, die Leistungen ihrer Schülerinnen im Voraus und während des Wettkampfes einzuschätzen. «Man ist da persönlich zu nahe dran und auch nie ganz objektiv», erklärt sie. Ausserdem gehe alles so schnell, dass es wirklich schwierig sei, das Können der Kids richtig zu beurteilen. Der Erfolg der beiden Mädchen freute sie dann umso mehr. «Shania und Nita sind mir im Tanzunterricht als begabt aufgefallen. Nur deshalb habe ich sie ja auch ein Duo tanzen lassen.

Mir fehlte aber der Vergleich zu anderen Kids-Tanzgruppen», erklärt sie. Als «The crazy Shanitas» die Rangverkündigung mit einem silbernen Pokal verliessen, waren die beiden kaum noch zu bremsen, so überwältigend war ihre Freude. «Schön an diesem Wettkampf war ausserdem, dass alle Teams einander gegenseitig anfeuerten. Nichts von Feindseligkeit und Konkurrenz. Jeder half jedem, das gefiel mir sehr gut», betont Sarah Steiner.

Die beiden Mädchen starteten auch in der Gruppenformation, der acht Tänzerinnen angehören. Und auch da erreichten die Grenchner Streetdancer den guten 5. Platz von insgesamt 14 Gruppen. Ins Final am 23.Juni schaffen es allerdings von jeder Kategorie nur die drei Besten. «Es gibt noch zwei solcher Qualifikationsturniere und ich werde mit den Mädchen zusammen entscheiden, ob sie noch einmal antreten wollen», erklärt die Trainerin. In der Gruppe bis 11-Jährige gehört ihr Team zu den jüngsten. «Wenn wir noch einmal gut trainieren, könnten wir es vielleicht schaffen», gibt sich Sarah Steiner optimistisch.

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