Bereits vor dem ersten «Schiedsrichter, Achtung!» war die Euphorie gross, einige Schüler übten vor Turnierbeginn fleissig und wärmten sich auf, so dass sie beim Anpfiff parat waren. Wie die Stars versuchten sie dann, sich gegenseitig gut in Szene zu setzen oder mal hie und da ein Kunststück abzuliefern. Sogar Schwalben zeigten die Schüler, Trashtalk nach Fouls und Niederlagen wurde ebenfalls nicht ausgelassen. Die Trainer, meistens Angehörige, betreuten die Kinder bei Blessuren, verpflegten und unterstützten sie, wo sie nur konnten.

«Leider», erzählt Beat Lauper, Juniorenchef beim FC Grenchen 15, «haben manche Klassen Mühe, einen Betreuer zu finden und können aus diesem Grund nicht teilnehmen.»

Marcel Bolliger, Marketing-Chef des FCG 15: «Das Schülerturnier wird nun seit über vierzig Jahren ausgetragen. Anfangs hatte man am Samstagmorgen gar noch Schule, weshalb man einen Antrag stellen musste, damit das Turnier gespielt werden konnte.» Es hat also auch etwas mit der Tradition an sich. Dieser Anlass habe ebenfalls einen nützlichen Sinn, da die Kinder in die Gesellschaft integriert und die Teamfähigkeit gefördert würde. «Die Kinder lernen, zusammenzuspielen.»

Auch für Nicht-Fussballer

Wie bereits in so vielen Werbungen und Kampagnen erwähnt, verbindet Fussball Generationen und Kulturen. «Ich bin wegen meinem Grosskind hier», so Bruno Mettler. Damit ist er bei Weitem nicht der einzige, der seine jungen Familienmitglieder unterstützt: Geschwister, Eltern, Grosseltern, Gottis und Göttis, viele sind sie hier. Auch solche, die sich sonst nicht mit Fussball beschäftigen.

«Auch Schüler, die sich sonst mit anderen Tätigkeiten auseinandersetzen, erhalten die Möglichkeit, Fussball zu spielen», meint Lauper, der das Turnier schon seit Jahren zusammen mit Marcel Bolliger organisiert. «Das Gute ist, dass keine Mannschaft gänzlich aus Ausnahmekönnern besteht, da die Kinder klassenweise spielen.»

Die Schüler sind vor allem zum Plausch dabei, einige wollen aber auch mehr. So beispielsweise Sven Maiers siegessichere Antwort auf die Frage, weshalb er mitmacht: «Wüu mer gwinne!»

Glace als Trostpreis

Rund 100 Helferinnen und Helfer stehen in dieser Woche (inklusive Firmenturnier) im Einsatz. Sie kümmern sich um eine ausreichende Verpflegung mit Speis und Trank, die Spielleitung als Schiedsrichter oder den «Lösliverkauf», wobei man die Möglichkeit hat, einen der Tombolapreise zu gewinnen.

Für Aufregung sorgte am Samstag eine Torwandmaschine, bei der man die eigene Schussstärke messen konnte. Schoss man genauso stark, wie man es vorhergesagt hatte (1 km/h Toleranz), so gewann man ein grünes Sportshirt.

Als Preise winkten für die Gewinner Wirth Sport Gutscheine und ein schön verzierter Wanderpokal, die eher Ausgeschiedenen wurden mit einer Glace vertröstet. Gespielt wurde auf dem Hauptfeld im Stadion Riedern.