Grenchenberg
Jugendliche Skirennfahrer auf den Spuren von Cuche und Feuz

Auf dem Grenchenberg sorgten dieses Wochenende über 80 Jugendliche für Spektakel: Wagemutig brausten sie an der Grenchenberg-Trophy um die Slalom-Tore. Die Organisatoren sind sehr zufrieden. Das Skirennen war trotz Nebel und Schnee ein voller Erfolg.

Lara Eggimann
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Felix Gerber

Keiner zu klein, ein Cuche zu sein - in Sachen Mut stehen die Teilnehmer der Grenchenberg-Trophy den ganz Grossen jedenfalls in nichts nach. «Unglaublich, mit welchen Tempi manche den steilen Hang hinunter jagen», bemerkt eine faszinierte Zuschauerin. Bereits in der Kategorie bis sechs Jahre kurvten einige rasend schnell den Parcours hinab. Gerade in dieser Kategorie stehe das Mitmachen aber vor dem Gewinnen, betont ein Funktionär, dessen Tochter auch am Start ist. «Wir freuen uns, dass sie sich getraut hat, mitzumachen. Bei der Besichtigung fürchtete sie sich noch ein bisschen vor dem Steilhang. Im Rennen hat sie diesen nun toll gemeistert.»

Viel Aufwand und Vorbereitung

Bereits die professionelle Ausrüstung lässt bei den älteren Teilnehmern vermuten, wie viel Aufwand in den Skirennsport gesteckt wird. Auch Adrian Berger vom Skiclub Selzach liebt das Skifahren. An der Grenchenberg-Trophy konnte er seinen Heimvorteil jedoch nicht ausnützen: «Am Samstag hatte ich einen Einfädler und heute blieb ich auch unter meinem Potenzial, da mich ein grober Fehler beim Übergang in den Steilhang einige Sekunden kostete.» Damit könne er noch nicht ganz in die Fussstapfen seiner grossen Vorbilder Beat Feuz und Didier Cuche treten. Trotzdem ist der Vierzehnjährige mit sich zufrieden. «Mir geht es in erster Linie um den Spass, und den hatte ich.» Einmal in der Woche trainiert er mit knapp zwanzig anderen Jugendlichen auf dem Grenchenberg. Das Jugendskirennen ist dabei einer der

Höhepunkte der Saison

Wettkampfchef Urs Schär betont die Wichtigkeit des Rennens für den Grenchenberg und die Region. Zum zweiten Mal nach 2009 zählen die vier Rennen am Samstag und Sonntag auch für die Verbandsmeisterschaften Mittelland - Nordwestschweiz. «Wir sind stolz, dass wir auf unserem Heimberg ein solches Verbandsrennen durchführen können. Es ist schön, wenn die Infrastruktur auch wirklich genutzt werden kann.» Für eine Abfahrt sei der Hang zwar zu kurz, aber ein Slalomspezialist könne durchaus auch aus der Region Grenchen hervorgehen, weiss Schär. «Wir haben ein kompetentes und breites Trainerteam in unserem Skiclub.»

Für das Jugendskirennen haben die Organisatoren vom Skiclub Selzach viel Zeit investiert. «Wir sind seit Monaten daran, das Rennen und die ganze Infrastruktur vorzubereiten. Wenn man dann die strahlenden Gesichter im Ziel sieht, wissen wir, wofür wir die ganze Mühe auf uns nehmen», sagt OK-Präsident Urs Affolter. Finanziell verdiene der Club zwar nicht viel, dies sei aber auch nicht das Ziel: «Wir wollen in erster Linie die Jungen für unseren Sport begeistern und ihnen auch schöne Preise geben. Wenn am Ende noch etwas übrig bleibt, unternehmen wir mit den rund 50 Helfern noch etwas.» Die Grenchenberg-Trophy wolle man voraussichtlich alle zwei Jahre organisieren, insofern die Motivation so hoch bleibe. «Wir haben wirklich eine gute Gruppe an Organisatoren und Helfern zusammen. Wir sind überaus zufrieden mit dem Event, es hat alles geklappt, wie wir es wollten», schätzt Affolter die geleistete Arbeit. Für die nächste Ausführung wünsche er sich lediglich weniger Nebel und dass das erreichte Level an Teilnehmern und Organisation nicht sinke.